Einer der Kernpunkte dieses Schulversuches ist, dass jede Klasse sechs Stunden pro Woche von Professoren aus einem Gymnasium oder einer berufsbildenden höheren Schule unterrichtet wird. Vorwiegend in Deutsch, Mathematik und Englisch stehen damit zwei Lehrer in der Klasse, die üblichen Leistungsgruppen können aufgelöst werden.
Um jenen fünf Linzer Hauptschulen, die nicht Neue Mittelschule werden dürfen, diesen Schulversuch trotzdem zu ermöglichen, schlagen Finanzstadtrat Johann Mayr (SP) und Bildungsstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) Folgendes vor: Stadt, Land und Ministerium sollen zu dritt die Finanzierung der zusätzlichen Lehrerstunden übernehmen.
Laut Berechnungen der Stadt müsste jede Seite im ersten Jahr etwa 24 Stunden bezahlen. „Im ersten Jahr wären das für die Stadt 50.000 Euro. Das ist machbar“, sagt Mayr. Ab dem vierten Jahr, wenn alle Jahrgänge umgestellt sind, kostet dies jeden Drittel-Partner 200.000 Euro pro Jahr. „Das ist gut angelegtes Geld, weil die Neue Mittelschule vor allem bildungsfernen Schichten zugute kommt“, findet Schobesberger. Gerade diese Schüler würden aus dem herkömmlichen Bildungssystem häufig ausbrechen.
„Gesetzlich nicht möglich“
Die Gegenseite hält davon wenig. Nicht das Geld, sondern das Gesetz sei das Problem, sagt Nikolaus Pelinka, Sprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SP): „Selbst wenn Linz den gesamten Betrag selbst bezahlen würde, kann der Bund nicht mehr Schulen genehmigen.“ Denn laut Schulorganisationsgesetz dürfen nicht mehr als zehn Prozent aller Schulen beim Versuch mitmachen.
„Das wäre eine Pflaster-Lösungsstrategie nur für ein paar Linzer Schulen“, lehnt auch Bildungslandesrätin Doris Hummer (VP) ab. „Da will jede andere Hauptschule auch eine Zusatzfinanzierung. Es war von Anfang an klar, dass wir die Zusatzstunden nicht zahlen können.“ Sie will die Schulen dazu animieren, die inhaltlichen Konzepte auch ohne Schulversuch umzusetzen. (hes)
für diese Linzer-Wappler gibt es keine Cent Steuergeld mehr - bekommen eh schon im Finanzausgleich weitaus mehr und dann wollen sie hier auch noch abzocken.
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