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Braucht Linz eine Naveg? Grüne fordern Wiederbelebung

LINZ. Weil im öffentlichen Verkehr nichts weitergeht, fordern die Linzer Grünen nun eine Neuauflage der ehemaligen Nahverkehrserrichtungsgesellschaft Naveg. Eine Idee, die bei den damaligen „Gründungsvätern“ von Land und Stadt unterschiedlich ankommt.

Bekommt der Linzer Zentralraum eine City-S-Bahn und/oder eine zweite Linzer Schienenachse? Wird in weiterer Folge eine verlängerte Straßenbahnachse Richtung Gallneukirchen und Pregarten gebaut? Die Entscheidungen, wie der öffentliche Verkehr in und um Linz in Zukunft aussehen soll, lassen auf sich warten.

Ein Umstand, der die Linzer Grünen besonders ärgert. „Nachdem Rot und Schwarz die Schlüsselprojekte wie eine heiße Kartoffel hin und her schieben und nichts weiterbringen“, will die Fraktionschefin der Linzer Grünen, Gerda Lenger, nun die Naveg wiederbeleben. Wie zu Zeiten ihres Bestehens solle sie als verlängerter Arm der öffentlichen Hand agieren und Projekte des öffentlichen Verkehrs koordinieren und vorantreiben, so die Grünen-Fraktionschefin. Eine erste Aufgabe hätte Lenger auch bereits parat: eine Lösung in Sachen Eisenbahnbrücke. Einen entsprechenden Antrag wollen die Grünen auch im nächsten Linzer Gemeinderat einbringen.

Der Idee einer Naveg-Neuauflage kann auch der frühere Naveg-Aufsichtsratsvorsitzende, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP), „sehr viel abgewinnen“. Gerade bei den kommenden Projekten würde sehr viel dafür sprechen, so Hiesl-Sprecher Helmuth Rechberger. Hiesls Bedingung: eine hochkarätige Besetzung, so dass vor Ort getroffene Entscheidungen auch im Landtag und im Stadtsenat Bestand hätten.

Doch während von schwarzer Landesseite Zustimmung signalisiert wird, wird seitens der SP abgewunken. Konkret zweifeln sowohl Landesrat Hermann Kepplinger wie auch der Linzer Verkehrsstadtrat Klaus Luger (beide SP) an der Zweckmäßigkeit. Es gebe keinen Koordinierungsbedarf, was die Errichtung anbelangt, sind sich beide einig. Zunächst brauche es klare Entscheidungen. „Die Naveg war eine operative Gesellschaft, die das umgesetzt hat, was beschlossen wurde“, so der Linzer Vizebürgermeister: Das Problem sei, dass die konkreten Beschlüsse fehlen würden, und daran könne auch die Naveg nichts ändern.

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Was wäre mit "flyover" · von LadyChatterfield (1851) · 07.02.2010 21:52 Uhr

so wie in Bangkok -
dort hat sich das Verkehrschaos
dadurch ziemlich beruhigt.
Es wurde innerhalb kürzester Zeit
gebaut.

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Linz ist eine Stadt des Autoverkehr · von vicious (550) · 02.02.2010 13:57 Uhr

Für unsinnige Monster-Straßenbauten wie den Westring sind hunderte Millionen da, für den öffentlichen Verkehr gibt's nichts. Linz ist noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

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Politik hat den Wandel verschlafen. · von jbs (19) · 02.02.2010 17:57 Uhr

Seit mehr als 30 Jahren wird über eine 4. Donaubrücke palavert. Gründe um diese nicht zu realisieren fanden sich immer wieder. Es gibt ja auch heute noch genug willige Leute die sich zur Verhinderung einspannen lassen.
Im Raum Wien wurde viel in den Ausbau der Öffis gesteckt, da funktioniert das Öffi-Netz auch.
Linz hat sich in dieser Zeit toll weiterentwickelt. Leider hat man sich halt in der Politik nie getraut Entscheidungen zu treffen. Z.B. Eisenbahnbrücke. War schon lange als Rosthaufen im Gerede. Da wurden Studien erstellt, wieviel trägt der öffentliche Verkehr zum Verfall bei. Gestritten wurde immer darum wer die Kosten zur Sanierung übernimmt. Noch gar nicht so weit zurück liegt der Vorschlag, dieses "Denkmal" als RadfahrerInnen-Brücke zu versetzen und eine neue Brücke zu bauen. Eine neue Brücke als/für City-S-Bahn, Straßenbahn- oder als Mehrverkehrsbrücke wie bisher???
Man darf darauf wetten, bevor wirklich entschieden wird fällt die Brücke in die Donau.

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Artikel 02. Februar 2010 - 00:04 Uhr
Von Roswitha Fitzinger
Bild vergrößern Braucht Linz wieder eine Naveg? Grüne fordern ihre Wiederbelebung

"Gerade bei den kommenden Projekten würde sehr viel für eine Neuauflage der Naveg sprechen." Helmuth Rechberger, Sprecher Verkehrslandesrat und LH-Stv. Franz Hiesl  Bild: Weihbold

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