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Neue Mittelschule: Hauptschulen wollen sich nicht abstempeln lassen

GROSSRAUM LINZ. Während jene 18 Hauptschulen rund um Linz, die Neue Mittelschule werden wollen, vor der heutigen Entscheidung zittern, geben sich die restlichen Hauptschulen, die die Chance nicht mehr haben, gelassen: „Nicht der Name zählt, sondern was in der Schule passiert.“

Weil österreichweit nur zehn Prozent aller Schulen bei dem Schulversuch mitmachen dürfen, gibt heute das Unterrichtsministerium bekannt, wer den Titel tragen darf. Doch was ist mit denen, die nicht Neue Mittelschule werden können oder wollen? Werden sie, wie viele befürchten, zu Restschulen?

Das weisen die Direktoren jener Hauptschulen, die sich nicht beworben haben, strikt zurück. „Nicht der Name zählt, sondern was in der Schule wirklich passiert“, sagt Gertrude Traxler, seit Herbst Direktorin der Hauptschule am Linzer Bindermichl. Sie glaubt, dass der Grundgedanke einer gemeinsamen Schule für Zehn- bis 14-Jährige verloren gegangen sei: „Es ist jetzt ein neuer Schultyp entstanden. Aber die Entscheidung über die weitere Schullaufbahn muss trotzdem bereits nach der Volksschule getroffen werden.“

Ein weiterer wichtiger Punkt der Neuen Mittelschule ist, dass jede Klasse sechs Stunden pro Woche von Lehrern aus Gymnasien oder berufsbildenden höheren Schulen unterrichtet wird. Gerade das sehen aber die Direktoren auch kritisch. „Diese Lehrer haben ganz andere Vorstellungen, was Unterricht und Benotung betrifft“, sagt Christine Huber, Leiterin der Hauptschule Linz-Auhof. Ähnlich sieht das Haimo Proier, Chef der HS 1 in Enns: „Zur Förderung der guten Schüler brauchen wir nicht unbedingt Professoren.“

Um im Kampf um Schülerzahlen mit den Neuen Mittelschulen mithalten zu können, konzentrieren sich die Hauptschulen nun auf ihre Schwerpunkte: So hat die HS 1 Enns bereits vor vier Jahren den Unterricht komplett umgestellt, führt die Leistungsgruppen ausschließlich klassen- und nicht jahrgangsweise und lehrt die Schüler eigenverantwortliches Lernen. Die Bindermichl-Hauptschule setzt auf ihren Musikzweig, die Hauptschule Auhof hat einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt entwickelt. „Wir gehen jetzt eben einen anderen Weg“, sagt Direktorin Huber. „Und hoffen, dass wir so in Zukunft wieder wachsen werden.“

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sehr gute Idee? · von hubsssi (648) · 25.01.2010 15:59 Uhr

auf den Sport übertragen heisst dass wir hauen Gelegenheitssportler und Leistungssportler zusammen und machen ein gemeinsames Training.
Das Resultat:
Die Gelegenheitssportler darennen sich bei diesem Training und die Leistungssportler bauen vollkommen ab.
Darum Nein zu diesen Schwachsinn!

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Vollkommen richtig! · von wilderer (880) · 25.01.2010 16:30 Uhr

Auch im Sport werden Leistungspotentiale und der momentane Trainingszustand ermittelt und darauf hin das Training und Leistungsgruppe festgelegt! Nur bei der geistigen Leistung werden Potential und Förderung nach Ist-Zustand keinerlei Überprüfung unterzogen! Nur um möglichst viele nach unten zu nivellieren! Das fördert nur die privaten Schulen und Universitäten, wo zum Leistungsgedanken noch die finanzielle Potenz der Familie unumgänglich ist! Und das soll dann gerechter sein?

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Ist doch alles nur Etikettenschwindel! · von wilderer (880) · 25.01.2010 15:02 Uhr

Alle Eltern, die mit Kindern gesegnet sind, die die ohnehin ganz tief angesetzten Kriterien für ein Gymnasium nicht schaffen, wollen unbedingt oder aber bereits in der ersten Klasse scheitern, wollen unbedingt ihre Kinder in der Neuen Mittelschule sehen!

Es gehört dringend eine objektive Aufmahmsprüfung her, bei der entschieden wird, ob jemand, das Gym, den A-Zug (= Neue Mittelscule) oder den B-Zug (= Hauptschule)besuchen darf! Eine Neue Mittelschule, wie derzeit, in der es nicht einmal Leistungsgruppen gibt ist ein Witz! Und der größte Witz an Leistung ist die Europaschule in Linz!

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Artikel 25. Januar 2010 - 00:04 Uhr
Von Herbert Schorn
Bild vergrößern Neue Mittelschule: Hauptschulen wollen sich nicht abstempeln lassen

Im Herbst startet der letzte Durchgang des Schulversuchs Neue Mittelschule. Die Hauptschulen blicken aber positiv in die Zukunft.  Bild: privat

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