OÖN: Bis zu 45 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund in der dritten Leistungsgruppe in Linzer Hauptschulen: Entspricht das Ihren Erfahrungen?
Bacher: Die Zahlen weisen eine gewisse Übereinstimmung mit den Ergebnissen der PISA-Tests auf. Auch hier gehören etwa 40 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund zur so genannten Risikogruppe, bei den österreichischen Schülern sind es 18 Prozent. Nicht übersehen werden darf aber, dass beinahe 40 Prozent der in PISA getesteten Schüler mit Migrationshintergrund eine AHS oder BHS besuchen.
OÖN: Warum haben viele Kinder mit Migrationshintergrund schlechtere schulische Leistungen?
Bacher: Etwa 30 bis 50 Prozent der schlechteren Testleistungen können durch den familiären Hintergrund erklärt werden, also vor allem durch geringe Bildung, geringe berufliche Position und geringes Einkommen der Eltern mit Migrationshintergrund. Ursachen für die starke Wirkung des sozialen Hintergrunds in Österreich sind das gegliederte Schulsystem, die frühen Bildungsentscheidungen und fehlende Ganztagesstrukturen.
OÖN: Es liegt also nicht nur an der Sprache?
Bacher: Nein, aber Sprachdefizite bestehen – wobei es bisher dem Schulsystem nicht gelingt, diese zu kompensieren. Insbesondere dann, wenn der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in einer Klasse steigt. Hier sind Schulen und Eltern überfordert. Aus PIRLS, dem PISA für Zehnjährige, wissen wir, dass Eltern mit Migrationshintergrund ihren Kindern helfen wollen und dies auch tun, aber oft über zu wenig sprachliche Kompetenzen verfügen, um tatsächlich helfen zu können.
OÖN: Wie kann man dann die Eltern verstärkt einbinden?
Bacher: Elterneinbindung ist wichtig bei Kindern im Kindergartenalter und im Pflichtschulalter, bei Jugendlichen im Alter von 15 oder 16 Jahren hat sie schwächere Effekte. Wichtig ist nicht nur die Einbindung der Eltern, sondern die Förderung der sprachlichen Kompetenzen. Hier könnte man vielleicht Experimente wagen und Bildungsgutscheine an Eltern und Jugendliche vergeben, die sie nach freier Wahl bei Bildungseinrichtungen einlösen könnten.
OÖN: Wie könnte man die Leistungen der Schüler mit Migrationshintergrund verbessern?
Bacher: Hier ist zu differenzieren zwischen zwei Gruppen: Erstens die Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die das Schulsystem durchlaufen haben und am Ende der Pflichtschulzeit über geringe Kompetenzen verfügen. Zweitens jene, die noch vor dem Besuch des Kindergartens und der Volksschule stehen. Bei den Jugendlichen am Ende der Pflichtschule gehören etwa 20 bis 25 Prozent eines Jahrgangs der Risikogruppe an. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Kinder mit Migrationshintergrund, aber diese sind überrepräsentiert. Für alle Jugendlichen der Risikogruppe wären dringend Angebote zur schulischen und beruflichen Bildung erforderlich, damit der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingt.
OÖN: Ist das nicht Aufgabe des AMS?
Bacher: Das AMS macht viele Angebote, aber besser wäre es, die schulische Bildung fortzusetzen und mit einer beruflichen Ausbildung zu verbinden. Die Verlängerung der Schulpflicht bis 18 Jahre wäre eine sinnvolle Maßnahme. Für die Jugendlichen der Risikogruppe greifen die oft geforderten Maßnahmen einer frühen Förderung der sprachlichen Kompetenzen im Kindergarten und in der Volksschule nicht. Das ist für jüngere Kinder sinnvoll.
OÖN: Würde das Auflösen der Leistungsgruppen helfen?
Bacher: Ja, da Stigmatisierungen und Etikettierungen wegfallen, die demotivierend wirken.
OÖN: Was kann an den Schulen getan werden?
Bacher: Wichtig sind individuelle Förderprogramme – ohne Ganztagesstruktur geht dies aus meiner Sicht nicht. Hilfreich wäre mehr schulische Autonomie – im Lehrplan und im Personalbereich. Zwischen Testleistungen und schulischer Autonomie besteht ein klarer Zusammenhang. Alle Kinder profitieren davon.
OÖN: Was passiert, wenn nichts getan wird?
Bacher: Potenziale bleiben liegen, die für das wirtschaftliche Wachstum und damit die Beschäftigung wichtig sind. Individuell entstehen Frustrationen, wenn ökonomische Unabhängigkeit nicht erreicht wird. Frustration kann zu Aggression und Gewalt führen.
doch mal die sogenannten Experten zum Teufel. Leider wird enen noch immer geglaubt
der Leistungsgruppen das Niveau NOCH WEITER senken?
Lernunwilligen Ausländerkindern bis 18 Jahren den sinnlosen Schulbesuch weiter finanzieren?
Die Grundhaltung ist das Problem,man sieht offenbar den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr!
Es ist NICHT so,daß wir mit ALLEN finanziellen und gesellschaftlichen Mitteln die Ausländerkinder dazu MOTIVIEREN müssen,die einmaligen Bildungs-und Aufstiegschancen zu nutzen, sondern es ist im Gegenteil eine zu fordernde Selbstverständlichkeit,die Sprache RASCHEST,also binnen maximal 3 Jahren weitestgehend zu erlernen!
"Migrantenkinder",die das nicht einsehen wollen und dadurch dem österreichischen Steuerzahler als zukünftige Arbeitslose den Rest ihres Lebens auf der Tasche liegen,haben bei uns nichts verloren!
Oder sind wir wirklich,wie SPÖGRÜN ihren "Schätzchen" Jahrzehnte lang lehrten,
das Schlaraffenland für alle Lern-und Arbeitsunwilligen der ganzen Welt?
NEIN!
Denn WIR bezahlen Ausländern die "Flüsse aus Milch und Honig" !
Liebe Migranten,
"Flüsse aus Milch und Honig"
wird es NICHT mehr geben !
Ihr müßt also Euch selbst auf die Beine stellen. Hart, was ?
Aber das ist genau das, was wir gemacht haben.
Darum haben wir etwas geschafft.
Für uns war es auch hart.
Aber wir haben uns unser Geld selbst verdient.
Könnt ihr das auch ?
Natürlich, ich habt doch Talente, und arbeiten könnt ihr auch ...
Also los, was hindert Euch ???
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