Frühestens am 1. Juli und spätestens am 1. September 2010 treten die städtischen Linzer Ordnungshüter erstmals ihren Dienst an. Zuständig für diese Stadtwache wird der Linzer FP-Chef Detlef Wimmer. Der 25-jährige Jurist wird Stadtrat für Sicherheit. Die Stadtwache wird Teil dieses Ressorts.
Wer kommt zur Stadtwache?
Was diese Truppe zu tun haben wird, legt der Sicherheitsausschuss des neuen Gemeinderates fest. Einen derartigen Ausschuss gab es bisher nicht. Ebenso wie bei der Stadtwache sind FP und VP für so ein Gremium eingetreten.
„Der Sicherheitsausschuss wird festlegen, ob in die Stadtwache städtisches Personal kommt oder ob Personal zugekauft oder geleast wird“, sagt Bürgermeister Franz Dobusch (SP).
Keine Schusswaffen
Chef des Sicherheitsausschusses wird der künftige Stadtrat Wimmer. Fix ist, dass die städtischen Ordnungshüter keine Schusswaffen bekommen. „Aber ich gehe davon aus, dass sie mit Mitteln zur Verteidigung wie etwa Pfefferspray oder Schlagstöcken ausgestattet werden“, sagt der künftige Stadtrat Wimmer.
Ins Linzer Sicherheitsressort kommt auch die Parkraumüberwachung, für die bisher Finanzstadtrat Johann Mayr (SP) zuständig war. Diese Tätigkeit übt eine Privatfirma mit 32 Vollzeitarbeitsplätzen aus. „Ich werde prüfen, ob man hier Synergien mit der Stadtwache schaffen kann“, sagt Sicherheitsstadtrat Wimmer.
Zusätzlich zur Stadtwache-Kompetenz übernimmt Wimmer von Bürgermeister Dobusch etliche städtische Sicherheitsaufgaben, das reicht von der Verwaltungspolizei über Zivilschutz bis zum Katastrophenhilfsdienst. Wimmer wird auch Chef aller Linzer Feuerwehren, sowohl der städtischen Berufsfeuerwehr als auch der freiwilligen und Betriebsfeuerwehren.
Es stellt sich für mich nicht die Frage der Bewaffnung, vielmehr mit welchen Rechten diese Stadtwache ausgestattet wird.
Denn als zahnlose Marionetten verursachen sie nur Kosten.
Nicht Polizei - haben wir schon.
Nicht Parkraumbewirtschaftung - haben wir auch schon.
Auch nicht Security-Dienst wie bei den LinzLinien, oder gar in Wirtshäusern.
Ein Beispiel:
Neulich in der Bahnhofshalle. Auf der Treppe sitzen ein paar Jugendliche, eh liebe Kinders, krakeelen ein bisserl, vertreiben sich halt die Zeit.
Einem ist besonders fad, der fängt an, mit Zuckerlpapierln herumzuhauen.
Kleine Sache.
Nix dabei.
Aber nächstes Mal spritzt er mit seinem Cola herum.
Oder sie hocken sich provokant so hin, dass man nicht vorbei kann.
Oder sowas.
Nicht mehr nix dabei.
Aber sagen traut man sich nichts.
Früher, da hat das noch funktioniert mit der "Ordnung". Da haben die Leute selber "was gesagt".
Traut man sich aber heutzutage nicht mehr.
Oder die Polizei hat sich um sowas gekümmert.
Hat aber heutzutage anderes zu tun.
Um sowas geht´s bei der Stadtwache...
Kein Schaffner in Sicht