„Wir bemühen uns, auch ein Sicherheitsressort zu schaffen“, sagt Bürgermeister Franz Dobusch (SP) nach der gestern abgehaltenen zweiten Verhandlungsrunde mit den Linzer Freiheitlichen. Was die Linzer SP bis jetzt ablehnte, könnte bald Wirklichkeit werden: eine Stadtwache für Linz.
„Nie ein sturer Mensch“
„Wenn man Ressorts macht, dann muss man sie auch mit Aufgaben ausstatten. Unser Nein zu einer Stadtwache ist nicht unumstößlich. Ich war ja nie ein sturer Mensch“, sagt der Linzer Bürgermeister und SP-Chef Dobusch nun nach der Wahlniederlage der SP.
Die SP (sie verlor ihre absolute Mehrheit von 34 Mandaten und hat jetzt nur noch 26 Sitze im Gemeinderat) müsse Zugeständnisse machen, so Dobusch: „Wir haben die Wahl ja nicht gewonnen.“ Vor der Wahl waren die Linzer Sozialdemokraten noch strikt gegen eine Stadtwache. Sicherheit sei Aufgabe der Bundespolizei, so die Argumentation der SP.
VP und FP forderten indes eine Stadtwache. Detlef Wimmer, der 25-jährige FP-Spitzenkandidat, verlangte im Wahlkampf ein eigenes Sicherheitsressort. Nun könnte der junge Jurist sein Wunschressort samt Stadtwache bekommen.
Keine neuen Ressorts will die VP, die bei den Gemeinderatswahlen ihren Mandatsstand von 15 auf 17 steigern konnte. In den bisherigen VP-Bereichen Kultur, Fremdenverkehr, Wohnen, Wirtschaft und Grünraum möchte man aber mehr Kompetenzen, sagt der Linzer VP-Chef Vizebürgermeister Erich Watzl: „Wir wollen mehr Eigenverantwortung.“
Die Grünen werden ihr Wunschressort Kultur voraussichtlich nicht bekommen. „Es wäre schwer vermittelbar, dass die VP, die bei der Wahl gewonnen hat, das Kulturressort abgeben soll“, sagt Bürgermeister Dobusch.
Das Verkehrsressort, das die Grünen seit 2003 innehatten, wollen sie nicht mehr. Die Verkehrsagenden übernimmt voraussichtlich die SP, die dann den Verkehr mit dem Planungsressort zusammenlegt.
Umweltschutz für die Grünen
Für ein neues Ressort der Grünen werde die SP etwas abgeben müssen, sagt Bürgermeister Dobusch: „Wir wollen eine gute Basis für die weitere Arbeit schaffen. Darum soll niemand ein Alibiressort bekommen.“ Welche Agenden die Grünen bekommen, sagt Dobusch noch nicht. Rathaus-Insider tippen darauf, dass die neue Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger mit Umwelt- und Naturschutz betraut wird.
Man merkt, welch biegsamer Stoff die Wirklichkeit ist: aus einer Stadt, die auch für westliche Begriffe insgesamt als sicher gelten kann, wird ein allzeit und allseits lauernder Hort der Gefahr. Und wenn ihr, die ihr z.B. für eine bewaffente Stadtwache seid oder für das "Durchgreifen" auf der "Lände", die ganze Stadt mit einem Sicherheitskorridor durchzieht, werdet ihr trotzdem sinnblildlich an eurer eigenen Paranoia ersticken, die euch nicht mehr unterscheiden lässt zwischen der eigennützigen Hetze von FPÖ und ÖVP und dem Geschreibsel von geistigen Kleinformaten aller Art und dem was wirklich passiert. Ja, auch in Linz wird gestohlen, geraubt und eingebrochen, werden Menschen bedroht. Das ist in Salzburg, Graz,
Kassel oder Zürich nicht anders. Gemein ist jedoch allen genannten Städten einschl. Linz,
dass sie nur von Sicherheitsfetischisten als
Städte bezeichnet werden, in denen das Leben per se unsicher und einer ständigen Bedrohung unterworfen ist.
Wer sagt denn sowas?
Du hast aber schon verstanden, was die Aufgaben einer Stadtwache sein sollen, oder?
Nein, eher nicht: "...gestohlen, geraubt und eingebrochen, werden Menschen bedroht..." schreibst du.
Dafür ist die Polizei zuständig.
Thema verfehlt.
Zweifach.
Geschreibsel...
Dass Du mein Posting als Geschreibsel bezeichnest, sei dir unbenommen. Vielleicht hat dich diese Einschätzung auch davon abgehalten, mein Posting weniger oberflächlich zu lesen. Die Bewaffnung? war ein Verweis auf ein anderes Posting. Du brauchst mir auch nicht zu erklären, was eine Stadtwache sein soll, und - tut mir leid, wenn Du das nicht verstanden hast - der Hinweis darauf, dass auch in Linz kriminelle Handlungen geschehen, hatte keinen Bezug zu möglichen Befugnissen einer Stadtwache.
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