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(Wahl-)Kampf ums AKH

Die Themenliste des Linzer Wahlkampfes ist um eine Thematik reicher. Symbolträchtig säumten gestern Warntafeln den Weg der Medienvertreter ins Alte Rathaus zur Pressekonferenz der Linzer SP. Die bangt nämlich um die Selbstständigkeit ihres Krankenhauses. „VP und FP wollen kein selbstständiges Krankenhaus mehr“, stand auf den Schildern zu lesen. „Wir haben Angst, dass die FP nach der Wahl nicht nur der Landesregierung angehören wird, sondern dass es auch ein Arbeitsübereinkommen mit den Konservativen geben wird und es noch im Herbst zu einer Generaloffensive für eine Eingliederung des AKH in die landeseigene Gespag kommt“, bringt der Linzer SP-Fraktionschef Klaus Luger die Bedenken auf den Punkt. Bereits mehrmals hatten die Freiheitlichen einen diesbezüglichen Antrag im Landtag eingebracht. Dass die VP in dieser Causa nicht eindeutig Stellung bezieht, wertet die Linzer SP-Vizebürgermeisterin und AKH-Aufsichtsratsvorsitzende Christiana Dolezal als „untrügliches Zeichen, dass man nach der Wahl nicht lange warten wird, um zuzuschlagen.“

Die Linzer SP ging deshalb Unterschriften sammeln. 14.000 Linzerinnen und Linzer haben für den Erhalt des AKH in seiner jetzigen Form unterschrieben. Eine Eingliederung in das Krankenhauskonsortium des Landes würde nach Ansicht der SP Leistungskürzungen zur Folge haben. Vor allem die Bereiche Gynäkologie und Neurologie wären von Einsparungen bedroht, ist sich Dolezal sicher. Das Ringen um das AKH ist vor allem aber auch ein Kampf ums Geld. Während der Verlust der Ordensspitäler aus Landesmitteln fast zur Gänze (99 Prozent) gedeckt wird, beträgt die Abgangsdeckung für das AKH 80 Prozent. Den Rest (22 Millionen Euro) muss die Stadt selber zahlen. Für die SP eine „klare Benachteiligung“, gingen der Stadt in den vergangenen zehn Jahren doch so insgesamt 150 Millionen Euro durch die Lappen. „Damit baut man zehn oder elf Seniorenzentren“, so Luger. (rofi)

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Artikel 22. September 2009 - 00:04 Uhr
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