Der Preis der 70.000 Quadratmeter großen Fabrikanlage ist mit 17 Millionen Euro fixiert. Um weitere 700.000 Euro erwirbt die Stadt den 12.024 Quadratmeter großen Sportplatz der Tabakfabrik, das so genannte Donauparkstadion.
Die bestehenden Pachtverträge mit dem Sportverein Austria Tabak Linz, dem Fußballverein FC Blau-Weiß Linz und dem Pächter der Sportplatzkantine bleiben bestehen.
Mit der 1930 bis 1935 nach Plänen des Deutschen Peter Behrens und des Niederösterreichers Alexander Popp gebauten Fabrik erwirbt die Stadt Linz ein wichtiges Denkmal.
Denkmal der Moderne
Die Linzer Tabakfabrik ist einer der bedeutendsten Bauten der Architekturmoderne im deutschsprachigen Raum. Mit dem Kauf seitens der Stadt ergibt sich nicht nur die Möglichkeit, ein Architekturdenkmal (hoffentlich) gut zu erhalten, sondern auch eine sehr große Chance für die weitere Stadtentwicklung.
Wie das Fabrikgebäude künftig genutzt werden soll, untersuchte Robert Bauer, Professor an der Linzer Kepler-Universität, im Auftrag der Stadt Linz. Bauer entwickelte drei Nutzungsvorschläge.
Im Zentrum aller drei Szenarien stehen Kultur und Bildung. Auch die Zentrale einer Linzer Medizin-Universität könnte in der Tabakfabrik untergebracht werden. Ebenso sind Wohnungen vorgesehen.
Das Ende der Produktion in der Linzer Tabakfabrik kommt nur zwölf Jahre nach der 1997 gestarteten Privatisierung der Austria-Tabakwerke. Japan-Tobacco, der neue Eigentümer, gab im September 2007 bekannt, Ende 2009 den Betrieb einzustellen.
zuerst kauft man ein Gebäude auf Pump und dann überlegt man, was damit passieren soll.
Gute Nacht Linz.
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