Ab September 2011 soll die Linzer Straßenbahn erstmals die Stadtgrenze überwinden. Die Schienen soll bis zum Harter Plateau in Leonding führen. Das Projekt ist mit einem Volumen von 150 Mio. Euro die größte Nahverkehrsinvestition im Großraum Linz, mit der man mehr Pendler von der Straße auf die Schiene locken will. Am Montag erfolgte der Spatenstich für die 5,3 Kilometer lange Strecke.
Während der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs am Gesamtaufkommen in Linz 24 Prozent beträgt, setzen die Pendler aus den Umlandgemeinden in wesentlich höherem Ausmaß auf den eigenen fahrbaren Untersatz. Hinzu kommt, dass Experten eine weitere Zunahme des Verkehrs südlich von Linz prognostizieren. Daher sieht die Linz AG in der Straßenbahn-Verlängerung ein Leitprojekt für die Zukunft der Öffis.
Landeshauptmann Josef Pühringer: "Dieses Projekt reiht sich in den breiten Maßnahmenmix ein, den wir in Oberösterreich setzen, um die Konjunktur der derzeitigen schwierigen Phase zu stützen. Investitionen in den öffentlichen Verkehr bringen zweierlei: Sie kurbeln jetzt die Wirtschaft an, wirken aber gleichzeitig nachhaltig für die Zeit nach der Krise. Dieses Projekt gehört zu einem Bündel von verkehrsvermeidenden Maßnahmen, um das Gesamtaufkommen im motorisierten Individualverkehr zu stabilisieren. Eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Verkehrswachstum ist nur durch attraktive, umweltfreundliche Verkehrsträger möglich. Dieses Projekt stellt eine klare Verbesserung auf der Angebotsseite dar."
Die neue „Bim“ soll die bereits jetzt stark frequentierte B 139 entlasten. Mit einem 7,5-Minuten-Intervall bietet sie eine attraktive und vor allem schnelle Alternative zum Auto. In rund 10 Minuten gelangt man staufrei vom Linzer Zentrum auf das Harter Plateau. Man will aber nicht nur den Pendlerverkehr reduzieren, sondern auch die Märkte und Einkaufszentren besser öffentlich erschließen. Die Bahn startet beim Linzer Hauptbahnhof, der erste Stopp ist erst bei Tageslicht in Leonding geplant. Die Haltestellen: Untergaumberg - Gaumberg - Larnhauserweg - Haag - Poststraße - Meixnerkreuzung - Harterfeld Siedlung - Doblerholz - Endhaltestelle Remise Weingartshof.
Auch Verkehrsreferent LH-Stv. Erich Haider freut sich über die neue Bahn: "Für den Großraum Linz haben wir schon eine Reihe von Nahverkehrsprojekten umgesetzt. Zum Beispiel den neuen Linzer Hauptbahnhof, die Verlängerung der Straßenbahn nach Pichling oder die neuen Straßenbahngarnituren. Die Straßenbahnlinie über das Harter Plateau ist ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Ausbau des Öffentlichen Verkehrs im Großraum Linz. Das Projekt ist mit einer Summe von 150 Mio. Euro die größte Nahverkehrsinvestition im Großraum Linz."
Positiv wirkt sich der Ausbau auch für Wirtschaft und Arbeitsplätze in Linz aus. LINZ AG-Generaldirektor Mag. Alois Froschauer: "Für die vielen Pendler, die ihre Arbeitsstätte in Linz haben, darf nicht nur in den Straßenbau investiert werden. Investitionen in den öffentlichen Verkehr sind notwendig, um die Verkehrs- und Umweltsituation zu verbessern. Das Straßenbahnprojekt startet genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn in der derzeit kritischen Wirtschaftslage wird es sich positiv auf die am Bau beteiligten Unternehmen und die Sicherheit der Arbeitsplätze auswirken."
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UMWELT und HANDEL stärkt man SO · von
FOAF
(27) · 24.03.2009 13:52 Uhr
Die BIM bis zur Pluscity hätte doppeltes Potential für:
den Handel UND
für die Umwelt!
Umso früher, desto besser!!! Also nicht wieder warten... Jedes Jahr zählt!
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