Denn die Stadt Linz hat die besten Chancen, neuer Eigentümer des Gebäudes zu werden (dazu der Bericht im Oberösterreich-Teil). Damit scheint sicher, dass der Industriebau schonend neuen Nutzungen zugeführt wird und ohne größere (zer)störende Eingriffe erhalten bleibt.
Die Tabakwerke sind architektonisch nach wie vor der bedeutendste Industriebau von Linz, einer der wichtigsten Österreichs und auch international beachtet.
Eine PionierleistungTechnisch war die 1929 bis 1935 errichtete Fabrik eine Pionierleistung, auf dem damals höchstmöglichen Stand der Technik. Architektonisch ist das 230 Meter lange und bis zu 28 Meter hohe Gebäude mit einer Grundfläche von 63.000 Quadratmetern ein ganz großer Wurf.
Planer waren Peter Behrens (1868–1940) und Alexander Popp (1891–1947). Der Deutsche Behrens war ein Pionier des Industriedesigns und ein ganz Großer der Industriearchitektur. In Behrens’ Berliner Büro arbeiteten die späteren Architektur-Weltstars Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier.
Gemeinsam mit dem Österreicher Popp schuf Behrens mit den Tabakwerken ein Meisterwerk der Architekturmoderne. Popp plante dann 1937 die Ärztekammer in Linz und nach 1938 sehr viel für die Hermann-Göring-Werke (heute voestalpine).
Die Linzer Gemeinderatsparteien haben recht ähnliche Vorschläge für die künftige Nutzung der Tabakwerke. SP, VP und Grüne wollen vor allem Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Tabakfabrik. Die FP tritt besonders für eine universitäre Nutzung des Gebäudes ein.
Daß sich die Satdt Linz derart um dieses wirklich schöne Industriedenkmal bemüht hat, ist sehr lobenswert. Über die Nachnutzung kann man streiten, denn eine Medizin-Uni ist bereits vom Bund abgelehnt worden. Erstens hat Salzburg schon seit längerem bessere Karten als Linz und zweitens braucht Linz wegen seiner vielen Industriebetriebe dringend eine vollwertige Technische Universität. Es kann nicht angehen, daß Oberösterreicher auswandern müssen, um in Wien oder Graz Technik studieren zu können und dann wieder in den Großraum Linz in die dortigen Industriebetriebe rückwandern müssen. Bekannterweise will ein Oberösterreicher, der in Wien studiert hat, nicht mehr zurück und das solte man hier auch bedenken.
Vater und Sohn räumen Schulden-Hof nicht
Rekordgewinn: General Motors hat Pleitegeier verscheucht
Marc Janko: „Ich habe das Debüt genossen“
Bricht Santorum die Sieges-Serie Romneys?