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Afrikaner in Linz: „Kämpfe täglich dagegen, abgestempelt zu werden“

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Eine Tanzgruppe aus Afrika zeigte beim Fest in der Hafenhalle ihr Können. Der Alltag in Linz ist für Schwarze eher trist.   Bild: hes

LINZ. Ein Fest voller Lebensfreude feierten Linzer Afrikaner am Samstag. Doch der Alltag ist für viele Schwarze weniger fröhlich. „Ich kämpfe jeden Tag dagegen, dass ich nicht das bin, wozu ich abgestempelt werde“, sagt Ike Okafor.

Okafor lebt seit 17 Jahren in Linz, wo er beim Studium an der Kepler-Uni seine Frau kennen gelernt hat. Mittlerweile arbeitet er als Sozialarbeiter beim Verein „Jugend & Freizeit“ und betreut Jugendliche in der Neuen Heimat. „Dort gibt es junge Leute, die können sich nicht vorstellen, dass ich als Afrikaner noch nie etwas mit Drogen zu tun gehabt habe. Das zeigt, wie tief die Vorurteile sitzen.“

Genau dagegen will er ankämpfen. Er ist Mitglied des Linzer Integrationsbeirates und gründete 2005 die „Black Community“, eine Plattform, die zwischen weißen und schwarzen Linzern vermitteln will. „Wir müssen dieses Bild aus den Köpfen kriegen“, sagt er. „Das kostet uns Jobs und Wohnungen.“ Er spricht aus Erfahrung: Die Black Community dokumentiert Fälle von Diskriminierung. Das passiere täglich, etwa bei der Wohnungssuche: „Wenn jemand mit afrikanischer Stimme anruft, ist die Wohnung vergeben. Wenn österreichische Mitarbeiter aus unserem Büro anrufen, wird ein Termin vergeben.“ Einige seien dem Druck nicht mehr gewachsen, sagt der 41-Jährige: „Sie sind psychisch krank geworden. Die Gesellschaft ist brutal.“

Der Umgang mit Polizisten wird in eigenen Seminaren trainiert. „Es gibt eine Million Vorurteile. Man glaubt, jeder Afrikaner hat etwas versteckt.“ Okafor bringt seinen Leuten bei, bei Razzien kühlen Kopf zu bewahren und höflich zu bleiben. „Wir haben keine andere Chance. Auch wenn sich ein Polizist nicht richtig verhält – geglaubt wird ihm, nicht uns.“

2000 Afrikaner leben in Linz

Nach seinen Schätzungen leben 2000 Afrikaner in Linz. Viele sind Asylwerber, aber auch Arbeiter, Reinigungskräfte, Geschäftsleute und Akademiker. Nur wenige sind in Vereinen organisiert. Okafors Black Community ist mit acht Gruppen in Kontakt, in denen vor allem Menschen aus Nigeria, Kamerun und Ostafrika organisiert sind.

Für ein besseres Zusammenleben sieht er die Notwendigkeit zur Veränderung beiderseits: Die Linzer müssten Vorurteile ablegen, Vertrauen aufbauen, eigene Erfahrungen machen. Und die Afrikaner? „Sie sollen versuchen, sich nach den Normen der Umgebung zu verhalten, sich nicht in der Opferrolle verstecken – und vor allem stolz auf sich selbst sein.“

Wir brauchen eine Änderung · von Sibigem · 02.02.2009 23:32 Uhr

Die Herzen der Afrikaner weinen fast jede Sekunde.Hat jemand sich gefragt warum einige Afrikaner die früher hier gelebt haben nicht mehr hier sind?Anscheinend nicht!!Sie gingen in die USA,Kandana od. Großbritanien wo sie ALS MENSCHEN akzeptiert werden.Die Situation ist ein totales Chaos auch von der Seite der Polizei.Hat jemand von euch die Dokumentation "OPERATION SPRING" geschaut,die in Wien im Jahr 2000 passiert ist??Glaubt man,dass dadurch jetzt alles anders ist?Es gibt viele Unschuldige die jetzt im Gefängnis sitzen aufgrund von Drogen.Wenn man sich diesen Film "OPERATION SPRING" ansieht,dann kann wissen bzw. ob wirklich ALLE Schwarzen etwas mit Drogen zu tun haben.Ein Afrikaner der sein DR. in der JKU Linz absolviert hat,ist nach Wien gefahren, wurde dort am Bahnhof von der Polizei festgehalten,nahmen ihn dann ohne Grund auf die Polizeidirketion mit,um in seinem Hintern mit dem Finger nach Drogen zu suchen.Pfui,einfach nur grausam!!!!

 
Afrikaner in Linz??? · von oeggoe · 02.02.2009 23:06 Uhr

Es sind keine Vorurteile der Oesterreicher gegenueber Anderen.
Nein, es ist oft die schon beinahe unfassbare Dummheit "meiner" Landsleute, die immer noch glsuben, der Oestericher tut schifahren, hat einen Trachtenanzug an, und jodelt mit einer Wein- oder Mostnase!!!???

Ich empfehle ALLEN, geht einmal am Broadway spazieren, und Ihr glaubt gar nicht, wieviele unterschiedliche Rassen da Einem entgegen kommen.
Un da sind wir Mitteleurpaeer (blond, gross, blauaeugig - manche sagen Arier dazu) ganz massiv in der Minderheit!!!!


Andererseits sind sehr viele Schwarzafrikaner nach Linz "gezogen" seit die Polizei in Wien den Karlsplatz "geraeumt" hat.

Leider fehlt uns da ALLEN die Moeglichkeit, zu unterscheiden.

Ich hoffe, dieses Posting kann verdeutlichen, dass es zwei Seiten gibt, auch in Linz!!!

 
Sher traurig und niveaulos wie mit den Afrikanern umgangen wird... · von Simone · 02.02.2009 22:24 Uhr

Ich als Österreicherin bin wirklich enttäuscht von meinen eigenen Landsleuten,die teilweise so rassistisch gegen Schwarze vorgehen das ist wirklich die Höhe.Ich spreche daraus aus eigener Erfahrung!!Die Schwarzen sind Leute bei denen des Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft gibt,was viele Menschen hier schon lange nicht mehr kennen,weil jeder nur an sich selber denkt und nur egoistisch durch das Leben geht. Es gibt auch genügend Österreicher die kriminell sind.Auf der ganzen Welt gibt es gute und schlechte Menschen,und dabei spielt es absolut keine Rolle von wo wie Leute sind,oder wie sie aussehen.Wir wollen auch nicht,wenn wir in ein anderes Land gehen,dass mit uns schlecht umgegangen wird oder dass wir bestipft werden nur weil wir nicht aus diesem Land sind.Mich können nicht einmal meine eigenen Nachbarn grüßen weil ich mit einem Schwarzen verheiratet bin.So als ob sie etwas Besseres wären.Einfach nur grauenhaft.

 

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