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Linzer Mensafeste vor dem Aus „Kongresse sind einfach wichtiger“

LINZ. Feiernde Studenten, laute Musik und „geistige“ Getränke: Den legendären Mensafesten an der Kepler-Universität droht das Aus. Das Direktorat sieht die Abhaltung akademischer Kongresse durch die Festivitäten beeinträchtigt.

13 Kommentare 27. Januar 2009 - 00:04 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
AndreasW (2)
28.01.2009 22:24 Uhr
Notwendigkeit der Mensafeste

Diese Mensafeste, bei denen das Kondenswasser von der Decke tropft wenn die Partymenschen feiern und schwitzen, bei denen man das eigene Wort nicht versteht, weil die Musik so laut ist, (gut ist sie da draussen selten), in einer Kellerbar der nie Tageslicht erblickt, die wird doch wohl keiner vermissen, oder?
Tatsache ist aber, das sie Ihre Berechtigung haben, sie dienen dem Austausch, der Vernetzung und der Spaß kommt durch ihre Abhaltung auch nicht zu kurz.
Die Möglichkeit Mensafeste zu feiern, sollte aber auch gratis ermöglicht werden, sie dienen ja immerhin auch als Einnahmequellen dieser eifrigen ÖH Fraktionen und anderer Gruppierungen.
Und nicht unten im Keller sondern idealerweise über den Dächern, sollen sie stattfinden, genügend Leerstände in Linz wären da ja vorhanden.

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orinoco (1261)
27.01.2009 23:11 Uhr
Dieses Gesaufe von Schülern gibt es bei keiner anderen Uni

Ich habe selbst vor etlichen Jahren diese sogenannten "Mensafeste" kennengelernt. Vorher habe ich zum Vergleich Wien, Graz und deren Uni-Feste kennengelernt. In Linz sind und waren großteils viele minederjährige Schüler auf diesen Festen, um sich mit Dopplerflaschen Wein in der Hand "niederzusaufen". Mit Uni hat so ein Mensafest reichlich wenig gemein. Eher mit "Bauerndisko" in der Provinz. Es wäre besser, diesen Uni-Standort vom Mühlviertel in die ehemaligen Tabakwerke nahe dem Stadtzentrum zu verlagern.

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thehypercritics (639)
27.01.2009 17:10 Uhr
Bauernuni

Wie verhindert man am effektivsten, dass frische Gedanken, die im umfeld einer universität entstehen könnten, eine ganze stadt in mitleidenschaft zieht. richtig, man baut die uni dorthin, wo sie ghettoisiert ist und eine größtmögliche distanz zum stadtzentrum aufweist. an die pheripherie, dorthin, wo's noch öfter nach kuhmist stinkt, als am hauptplatz.
aufgrund des fehlens irgendeiner kulturellen infrastruktur, wurden sehr bald die mensafeste, als nahezu einziges unterhaltungsangebot für studenten sehr attraktiv. es hat sich viel verändert, und die jku hat sich noch mehr zu einer produktionsstätte funktionierender vollstrecker und kritikloser schreibtischtäter entwickelt. wahrscheinlich wird die abschaffung der mensafeste keinen effekt auf die studentschaft haben. zu sehr ist die roboterisierung der auszubildenden an der linzer uni vorangeschritten, der kulturelle tod unausweichlich.

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kakadu (1)
27.01.2009 15:06 Uhr
Mensafest und Campusleben

Die Linzer Uni kann sich glücklich schätzen, auf einem Campus vereint zu sein - im Gegensatz zu anderen Unis, welche über die ganze Stadt verteilt sind. Die Idee des Rektorats, das Campusleben nun in der Stadt zu verstreuen scheint kontraproduktiv. Seien wir doch froh, dass Studenten sich ihrer Uni so verbunden sind, dass sie auch in der Freizeit dort sein wollen!

Geruchsbelästigung im Uni-Center am Morgen nach einem Mensafest deutet nicht darauf hin, dass alle Studenten Schweine sind, sondern darauf dass der Mensakeller nicht entsprechend ausgebaut ist. Würde man eine funktionierende und entsprechend dimensionierte Belüftungsanlage in den Mensakeller einbauen, würde sich das Problem sozusagen in (frische) Luft auflösen - und schon wären die imaginären Kongresse am Freitag in der Früh auch kein Problem mehr.

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unbekannt (1)
27.01.2009 13:35 Uhr
Huldigungen

Ich trete dafür ein, dass die Mensafeste umfunktioniert werden.

Man sollte ausnutzen, dass die Studenten gewohnt sind, am Donnerstag Abend auf die Uni zu gehen. Man könnte dann Huldigungsveranstaltungen für Raiffeisen und Co abhalten.

Das Huldigen der Raika ist natürlich verpflichtend. Die Privatsendendung ORF Heute könnte dann live berichten. Studenten dürfen nichts trinken, müssen aber Eintritt zahlen. Raiffeisen Stars dürfen gratis trinken. Sie könnten dann hübsche Studentinnen einladen, um sich dann später mit Ihnen weiter zu vergnügen, in der neu gegründeten Falkultät für Interhumane Kontakte der neuen Medizin Uni LINZ auf dem wunderschönen, einmaligem und herausragenden Raiffeisen Campus.

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FOAF (27)
27.01.2009 11:19 Uhr
was kann man machen...

Ein Studentenfest soll nur von Studenten mit Studentenausweis besucht werden dürfen... Dann wird auch weniger passieren.
Falls nicht, kann man die Schuld nicht auf andere schieben!

Zum Kennenlernen ist dies sicher eine tolle Sache...

Alkohol hat es immer schon gegeben und solange dieser nicht verboten ist, wird es "sauferein" geben...

Via Videoüberwachung kann man - wie überall - Demolierungen entgegenwirken.

Auch wäre eine Reduzierung der Feste denkbar, damit die Qualität steigt und die Organsiation verbessert werden würde.

mfg

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hopfo (2395)
27.01.2009 12:01 Uhr
@FOAF Nix Festln reduzieren!

Die Feste gibt's schon Jahrzehnte, also Finger weg.
Der Hund liegt m. E. da begraben:
"Das Direktorat sieht die Abhaltung akademischer Kongresse durch die Festivitäten beeinträchtigt"
Die Raika-Uni wird immer mehr in ein Korsett geschnürt. Zuerst Rauchverbot und jetzt kommts Trink- und Feierverbot. Wann kommt die Uni-Uniform? Hörsaalversammlungen sind erlaubt, andere Versammlungen verboten. Das System muss die studentische Meinung kontrollieren und steuern!
Wer ist denn überhaupt das Direktorat? Den Sitz des Direktorats vermute ich jedenfalls am Südbahnhofmarkt.
Dass die Uni mit der Wirtschaft zusammenarbeitet ist gut. Dass sich die Uni aber der Wirtschaft anpassen muss, ist dumm. Wirtschaft und Uni sollen voneinander lernen und die Wirtschaft darf der Uni nicht ihr System aufzwingen!
Wenn dem Direktorat etwas nicht passt, dann soll's halt die akademischen Kongresse am Südbahnhof abhalten... im Sechseck spring!

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ElimGarak (176)
27.01.2009 13:15 Uhr
Akademische Arbeit wichtiger

Also einer Uni abzusprechen, akademische Arbeit zu leisten - und Abhaltung von Kongressen ist eine Art akademischer Arbeit - und statt dessen lieber Mensafeste abzuhalten ist ein starkes Stück. Als Almuni der JKU sollte man doch eher auf die hervorragende Arbeit der Uni stolz sein können als auf einen zweideutigen Ruf als "uni mit den ge****en Mensafesten"!

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studentin (1)
28.01.2009 17:55 Uhr
Alumni = plural

Wenn schon mit Fremdwörtern herumschmeißen, dann bitte auch richtig ...

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Internerdhoernchen (5032)
27.01.2009 09:13 Uhr
Bruhaha, ...

EU weites Raucherverbot, Aloholkonsumationsverbot in Rom und jetzt auch das Ende von Mensafestln. Mit dem könnte ich ja noch leben, aber dass es OÖN-Poster gibt, die sich mit einem Versammlungsverbot solidarisieren, lässt mich dann doch die flache Hand auf die Stirn schlagen grinsen

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Flocki82 (469)
27.01.2009 08:04 Uhr
Aus für die Mensafeste

Wenn man die dauernden Vandalenakte und Ruhestörungen beachtet brauchen sich die ÖH-Fraktionen nicht wundern, wenn es der Unileitung irgendwann einmal reicht und die Mensafeste abgedreht werden! Was soll das bitte für eine "Campuskultur" sein? Daß der ÖH-Vorsitzende in diesem Zusammenhang von "Prunkveranstaltungen für einige wenige" spricht ist Populismus pur, der wohl auch mit den im Mai anstehenden ÖH-Wahlen zu erklären ist! Lieber Herr Gegenhuber: Solche "Prunkveranstaltungen" wären beispielsweise auch Sponsions- und sonstige akademische Feiern, die sie als Student eigentlich anstreben sollten! Das Problem der Mensafeste ist auch, daß nicht zuletzt aufgrund solcher Niveaulosigkeiten der Großteil der Besucher gar nicht mehr aus Studenten, sondern aus Schülern und sonstigen Leuten, die sich an einem Do abends billig ansaufen wollen, besteht! Irgendwann wird es wohl auch an der JKU wie bereits an anderen österreichischen Unis einen Wachdienst geben müssen, der für Ordnung sorgt!

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AndreasW (2)
28.01.2009 22:03 Uhr
Wachdienste sind geschützte Werkstätten für machtfixierte Assoziale.

Ja genau, und dieer (Be)Wachdienst soll wohl mit scharfen Hunden und Elektroschockern ausgestattet werden? Welch armes ängstliche Wesen wünscht sich wohl eine Präsenz die sonst nur in Gefängnissen üblich ist? Sagmal meinst du das ernst was du da schwafelst? Die meisten Mensafeste da "draussen" sind deshalb so langweilig, weil da eben nur Leute sind von dieser Uni. Da draussen gibt es keine Vermischung von Andersinteressierten. Die Stimmung an der Kepler Uni krankt an der Abhängigkeit von diesem Bankenimperium und an seiner Ghettoisierung, und an Leuten wie Ihnen.

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cdhahn (35)
27.01.2009 07:35 Uhr
Man beachte,

dass die Hauptkritikpunkte der Uni-Verwaltung, nämlich die Demolierung und Verwüstung der Einrichtungen (die eine langjährige üble Sitte sind), von den Studentenvertretern nicht bestritten, aber auch nicht aufgegriffen werden. Stattdessen greift die ÖH mit dem Wort "Prunkveranstaltung" in die (bewährte?) Klassenkampf-Schublade.

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