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Volksfeste sind Oberösterreichern einiges wert

LINZ. JKU-Studie zeigt: Wer auf Jahrmärkten wie dem Urfahranermarkt unterwegs ist, gibt bis zu 60 Euro pro Besuch aus.

Neue Studie zeigt: Volksfeste sind den Oberösterreichern einiges wert

Süßes Jahrmarktvergnügen Bild: VOLKER WEIHBOLD

Im Riesenrad den Ausblick über die Stadt genießen, ein knuspriges Grillhendl auf einem Biertisch im Festzelt essen, bei der Schießbude ein Stofftier erlegen und durch die Messehallen schlendern: Jahrmärkte sind für neun von zehn Oberösterreicher ein Teil der heimischen Kultur. Sie gehen dort nicht nur zur Unterhaltung hin, sondern auch, weil ein Jahrmarktbesuch für sie Tradition hat.

Das ergab eine Studie der Johannes Kepler Universität. Im Auftrag der Fachgruppe der oberösterreichischen Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe wurden 400 Landsleute auf dem Urfahranermarkt, dem Rieder Volksfest und dem Adlwanger Kirtag über ihr Jahrmarkt-Verhalten befragt.

Im Festzelt lassen die Besucher am meisten Geld. 35,71 Euro geben sie durchschnittlich für Essen und Getränke aus. Das kommt etwa auf ein Grillhendl und fünf Halbe Bier. Für einen halben Liter des Hopfengetränks musste man auf dem Urfahranermarkt in Linz im Vorjahr um die 5,20 Euro zahlen, für ein Hendl 8,90 Euro.

Für Fahrgeschäfte wie das Autodrom oder die Geisterbahn sind die Befragten im Durchschnitt bereit, 15,47 Euro auszugeben, gefolgt von Konsumationen an Imbissständen mit 14,79 Euro. Für eine Portion Bratwürstel mit Sauerkraut und Gebäck wird an den Ständen ungefähr 5,90 Euro verlangt. Ein kleines Souvenir vom Jahrmarktbesuch ist den Befragten 7,20 Euro wert. Für Spielgeschäfte wie Schießstände haben sie mit 3,92 Euro am wenigsten übrig. Wo die Besucher wie viel Geld lassen, ist ganz unterschiedlich. Insgesamt wollen sie nicht mehr als 60 Euro für einen Tag am Volksfest ausgeben. Die Mehrheit lässt sich den Spaß mindestens 40 Euro kosten.

In Linz laufen momentan die Vorbereitungen für den Frühjahrsmarkt, der von 29. April bis 7. Mai sein 200-jähriges Bestehen feiert. Das Traditionsfest lockt seit seinem Bestehen jedes Mal etwa eine halbe Million Besucher an. "Die Schausteller und ihre Attraktionen tragen maßgeblich dazu bei", sagt Heinrich Straßmeier, Obmann der Fachgruppe der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe. Im ganzen Land gibt es 79 Unternehmen, die mit ihren Fahrgeschäften und Anlagen das Jahrmarkt-Publikum bei Laune halten. Mehr als ein Viertel der Befragten geht gerne auf ein Volksfest, um ein bisschen Bewegung in den Alltag zu bringen. Dazu gehört nicht nur eine Runde mit dem Riesenrad dazu. Ein Jahrmarkt ist für sie noch viel mehr. Sie verbinden Heimat damit.

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Artikel Verena Gabriel 21. April 2017 - 00:04 Uhr
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