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Urfahrmarkt: Lässt sich ein Viertel der Parkplätze retten?

LINZ. Landes-VP sieht rechtliches Schlupfloch. FP-Stadtrat widerspricht.

Urfahrmarkt: Lässt sich ein Viertel der Parkplätze retten?

ÖVP glaubt, dass 305 (der bisher 1200) Parkplätze erhalten werden könnten. "Blödsinn", sagt FP-Stadtrat Hein. Bild: Weihbold

Für die Juristen der ÖVP ist klar: Ein Viertel der Parkplätze auf dem Linzer Urfahranermarkt könnte für die Pendler und Linzer weiterhin bestehen bleiben.

Zum einen müssten 118 bewilligte Parkplätze ohnehin für das Ars Electronica Center (AEC) erhalten werden. Zum anderen könnte Linz "statt einer Totalsperre zusätzlich 187 weitere Stellplätze mit einer einfachen Widmungsänderung ohne aufwendigem UVP-Verfahren zur Verfügung stellen", sagt VP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer. Insgesamt gäbe es dann immerhin 305 statt der bisher 1200 Parkplätze.

Die Umwidmung für die 187 zusätzlichen Stellplätze dauere nur drei Monate, sagt Hattmannsdorfer. "Wenn man das bereits vor dem Urfahrmarkt eingeleitet hätte, hätte es also nur zwei Monate Wartezeit für die Pendler gegeben." Linz solle auf das Angebot des Landes für ein Übergangsverfahren eingehen, sagt Hattmannsdorfer.

Der VP-Plan funktioniere nicht, widerspricht Markus Hein (FP), der zuständiger Linzer Verkehrsstadtrat: "Die ÖVP hat bei den Erklärungen im Ausschuss offensichtlich nicht aufgepasst." Insgesamt könnten zwar ohne UVP-Verfahren auf dem Gelände 187 Parkplätze gewidmet werden, aber da seien "die 118 des AEC selbstverständlich schon dabei", sagt Hein. "Für ein UVP-Verfahren ist es doch gleichgültig, ob das Kunden- oder Pendlerparkplätze sind."

Es ginge also laut Hein nur um 69 zusätzliche Parkplätze. Dass ein Umwidmungsverfahren lediglich drei Monate dauere, sei "ein Blödsinn". Hein rechnet, dass ein entsprechendes Verfahren mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen würde. (hip)

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Artikel 16. September 2017 - 00:04 Uhr
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