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UniCredit spart, aber Bank Austria will am Linzer Hauptplatz kräftig wachsen

LINZ. Adler-Modemarkt sperrt Mitte März, Bank Austria will Teil der Fläche selbst nutzen

UniCredit spart, aber Bank Austria will am Linzer Hauptplatz kräftig wachsen

Am 16. März ist der letzte Verkaufstag von Adler im Hauptplatz-Geschäft. Viele Linzer kennen es noch als Woolworth und Kraus & Schober-Kaufhaus Bild: VOLKER WEIHBOLD

Mitte März schließt der Adler-Modemarkt am Linzer Hauptplatz. Statt ihm könnte ein Geldinstitut einziehen. Die Bank Austria, der das Haus seit 1990 gehört, möchte ihren Hauptplatzstandort erweitern. Das entgegen dem Trend ihrer italienischen Mutter UniCredit. Die will in Österreich Filialen schließen.

„Wir haben nur 16 Filialen in Oberösterreich und brauchen in Linz mehr Platz“, sagt Alexander Seiler, der Chef des Privatkundengeschäfts im Lande. Dazu muss der Banker aber erst das eigene Unternehmen überzeugen. In Kürze findet eine Besprechung mit der Immobilientochter und Verwalter ÖRAG statt. Der Adler-Markt verkauft mittlerweile seine Geschäftseinrichtung ab. Der Juwelier Le Clou des Linzer Unternehmens Alphagold, Untermieter von Adler, hat bereits am 4. Februar dicht gemacht.

Die Bank Austria braucht freilich nicht die gesamte Fläche. Seiler möchte die Prestigeseite des Hauptplatzes mehr nützen. Über den Eingang Schmidtor soll auf reduzierter Fläche wieder ein Handelsbetrieb einziehen. „Wir wollen, dass etwas Gescheites hineinkommt“, sagt Seiler. Auch der erste Stock soll vermietet werden, etwa als Bürofläche. Doch dazu muss umgebaut werden. Erschwert wird für die Bank Austria die Lage durch einen weiteren Eigentümer, dem der Haus-Teil mit dem Erker im Schmidtor gehört.

Adler-Sprecher Bruno Seifert sagt, man wäre geblieben, hätte es eine Mietreduzierung oder einen Baukostenzuschuss gegeben. Ein Verbleib sei wirtschaftlich nicht möglich gewesen. Aufzug, Lüftung und Rolltreppe hätten nicht mehr den Standards entsprochen.

Diese Lage zu vermieten wird nicht einfach sein. Bilder-Prat, unweit davon, steht seit Sommer 2012. leer. Alfred Prat sagt, man verhandle. Es gebe aber noch immer keinen fixen Mieter. Auch in der Landstraße ab Mozartkreuzung tut man sich offenbar mit der Mietersuche schwer. Figurella-Chefin Rosa Cech hat zwar für ihr neu erbautes Haus beim Schillerpark einen Mieter gefunden, doch nicht für die gesamte Fläche.

Bipa übersiedelt ins Cech-Haus

Der Bipa/Goethekreuzung übersiedelt und nimmt mit 400 Quadratmetern einen Teil des Erdgeschosses. Auch der erste Stock ist laut Dieter Lehner, der Sohn von Rosa Cech, noch nicht vergeben. Die spanische Modekette Zara hat den Standort als zu zentrumsfern ausgeschlagen.

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Artikel Karin Haas 27. Februar 2013 - 00:04 Uhr
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