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Theater im Hof Enns hat nach langer Suche einen idealen Innenhof gefunden

ENNS. In der neuen Spielstätte im Zentrum von Enns wird ab 8. Juli Ringsgwandl-Stück gespielt.

Theater im Hof Enns hat nach langer Suche einen idealen Innenhof gefunden

In dieses idyllische Ambiente in Enns zieht im Sommer das „Theater im Hof“ ein. Bild: Huemer Christoph

"Es ist ein Glücksfall", sagt Christian Himmelbauer. Was der Leiter des Theater im Hof Enns damit meint, ist der neue Spielort. Im Sommer wird im Innenhof des ehemaligen "Florianer Freihauses" mitten in der Ennser Innenstadt Theater gespielt.

Jahrelang hatte die engagierte Theatertruppe um den Perger, der zu Enns eine starke familiäre Bindung hat, weil seine Mutter und seine Schwester hier leben, in der k.u.k.-Reithalle künstlerisch Quartier bezogen. Vor drei Jahren war es damit vorbei, die Besitzer hatten andere Nutzungspläne.

So folgte ein Intermezzo im Kellergewölbe des Schlosses Ennsegg. "Ein schöner Platz", wie Himmelbauer befand, "doch nur bedingt ideal für ein Sommertheater." Unter freiem Himmel ist das Erlebnis anders, das Risiko (Stichwort Wetter) größer.

Dass es Himmelbauer mit seiner Theatergruppe heuer wieder wissen will, ist einer glücklichen Fügung zu verdanken. Anfang Dezember, ein potenzieller neuer Spielort hatte sich bis dahin noch nicht aufgetan, ging der zweifache Vater "noch einmal durch Enns", wie er im Gespräch mit den OÖNachrichten sagte. Viel Hoffnung auf eine neue Erkenntnis hatte er nicht, bis er vor einem zufällig offen stehenden Scheunentor stand. "Ich wollte ursprünglich den Nebenhof besichtigen, als ich das offene Tor als Einladung verstand und hinein ging."

Drinnen fand Himmelbauer den idealen Spielort mit der richtigen Größe und einem "schönen Ambiente". Ein Hof, der um 1800 errichtet wurde, "Geschichte ausstrahlt und nicht zu Tode renoviert wurde".

Schnell fand der Theatermann heraus, dass sich das Gebäude in Privatbesitz befindet. Besitzer Wolfgang Kneifel war gesprächsbereit und beide Seiten kamen zusammen. "Das ist für uns optimal, der Hof passt zu uns", sagte Himmelbauer. Der Mietvertrag läuft für diesen Sommer, Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Unfreiwillig komisch sei, dass das Theater im Hof jetzt in einem Hof spielen kann und dass heuer das Dialektstück "Der varreckte Hof" von Georg Ringsgwandl auf dem Spielplan steht. "Das Stück war zuerst da, jetzt kam auch der Hof dazu."

Für die Theatergruppe, die bereits bald mit kleineren Adaptierungsarbeiten und dann mit den Proben beginnen wird, ist der neue Spielort noch zusätzlich ideal. Wenn das Wetter nicht mitspielt, gibt es im Hof ein Ausweichquartier. Das hofft Himmelbauer heuer nicht nutzen zu müssen. 15 Vorstellungen sind geplant, bei der jeweils 150 Besucher Platz haben.

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Artikel Reinhold Gruber 02. März 2016 - 00:04 Uhr
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