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Schachszene ist in Linz beinahe zum Erliegen gekommen

LINZ, TRAUN. Eine Stunde pro Tag vor dem Schachbrett muss mindestens ins Training investiert werden, damit aus einem Hobbyspieler ein Profi werden kann. Ein Grund, warum viele, die in der Schule erstmals Schach spielen, im Jugendalter wieder aufhören, oder spätestens, wenn sie an die Universität wechseln.

Ein weiterer Grund, warum Schach in Oberösterreich wenig Popularität genießt, ist das Förderwesen. In Wien oder Kärnten, wo das größte Talent des Landes, Markus Ragger, aufwuchs und Schach lernte, beeinflussen vergleichsweise viele Gönner den stillen Sport. Dies sei auch historisch begründet, glaubt Schachlegende Erwin Rauscher den Grund zu kennen. In Oberösterreich seien die finanziellen Zuwendungen einfach sehr gering.

Drei Internationale Meister

Mager ist auch die Ausbeute bei internationalen Turnieren. Erst drei Oberösterreicher haben den Titel "Internationaler Meister" für sich verbucht, Florian Schwabeneder aus Prambachkirchen könnte nächste Woche in St. Martin bei Traun in diesen elitären Kreis aufrücken. Dabei war früher der Boom enorm, erinnern sich Rauscher und Georg Kreischer vom Schachclub Traun zurück. "Nach dem Kalten Krieg erlebte Schach einen großen Aufschwung, in Oberösterreich gab es sogar eigene Damenmannschaften. Und in Linz wurden zwölf Vereine gezählt, inzwischen sind es nur noch vier", sagt Kreischer. Er bemüht sich inständig, den Nachwuchs zu fördern, lädt immer wieder zu Schach-Trainingsnachmittagen ein. "Schach ist ein gutes Gedächtnistraining und man lernt zu verlieren und Pläne zu fassen, ruhig zu bleiben und Schritt für Schritt zu denken", sagt Kreischer.

Kontakt: Georg Kreischer 0680 134 8279

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Artikel 07. April 2017 - 00:04 Uhr
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