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Problemzone Hessenpark: Weiter Warten auf Lösung

LINZ. Der Hessenpark wird neu gestaltet. In spätestens einem halben Jahr soll ein Konzept mit Details dafür vorliegen. Das wird heute Abend wohl die Kernbotschaft beim "Runden Tisch" der Stadt Linz mit den Anrainern sein.

Ob damit das Problem mit Alkoholkranken, Drogensüchtigen und Obdachlosen gelöst wird, gilt als unwahrscheinlich.

"Wir bekämpfen die Symptome, von einer dauerhaften Entspannung kann nicht die Rede sein", sagte Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FP) auf OÖN-Anfrage. Der Sicherheitsreferent ist mit SP-Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (Soziales) und VP-Vizebürgermeister Bernhard Baier (Grün-Referent) am "Runden Tisch" gefordert. Bei den betroffenen Anrainern hat sich längst Frustration eingestellt. "Es hat sich nicht viel verbessert", sagt Olga Lackner von der "Bürgerinitiative Lebenswerter Hessenplatz und Umgebung." Ausnahme: Als im Sommer die Polizei permanent im Hessenpark präsent war, habe es Hoffnung gegeben. "Seither ist es wieder schlechter geworden."

Maßnahmenbündel notwendig

Lackner geht davon aus, dass es "zu einem kompletten Bruch der Situation" kommen muss, um das Problem zu beseitigen. Aber: "Ohne ein Maßnahmenbündel der Stadt Linz wird es nur zu einer Verdrängung, nicht aber zu einer Lösung des Problems kommen."

Eine Einschätzung, die auch Hörzing teilt. Eine Gesamtlösung werde es aber nicht von heute auf morgen geben können. Die Stadt versuche mit Streetworkern die Sozialarbeit zu verstärken, Angebote für Suchtkranke zu bieten. "Aber das Problem der Drogendealer bleibt bestehen", so Hörzing. Für ein temporäres Alkoholverbot, eine Nachtsperre oder eine Videoüberwachung, wie sie FP und VP befürworten, sei die SP weiterhin nicht zu haben.

Für VP-Mann Baier wird man die Probleme aber nicht "wegdesignen" können, wenngleich an einem "interessanten, innovativen Ansatz für den Park" gearbeitet werde. Unterdessen hat der städtische Hessenpark-Kiosk am Eingang zum Park eine neue Funktion. Das ehemalige Problem-Lokal gibt dem Park-Gestaltungsteam vorübergehend Unterkunft.

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Artikel Reinhold Gruber 15. November 2017 - 00:04 Uhr
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