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Krankenstand verlängert: Penn sagt wieder nicht im Swap-Ausschuss aus

LINZ. Erneut wird der frühere Linzer Finanzdirektor Werner Penn nicht im Sonderkontrollausschuss, der sich mit den Vorgängen rund um den desaströsen Swap 4175 beschäftigt, aussagen.

Krankenstand verlängert: Penn sagt wieder nicht im Swap-Ausschuss aus

Werner Penn Bild: APA

Gestern Vormittag wurde bekannt, dass er weiterhin im Krankenstand ist. Dieser dauert zumindest bis 4. Juni. Somit platzt die für kommenden Mittwoch geplante Befragung.

Dass sich der frühere Finanzdirektor, der als eine der Schlüsselfiguren in der Swap-Affäre gilt, krankheitsbedingt entschuldigt, kommt, wie berichtet, nicht das erste Mal vor. So war er bereits zu den Ausschuss-Sitzungen am 3. Februar und am 9. März dieses Jahres nicht erschienen.

Woran genau Penn leidet, ist nicht bekannt. Dem Vernehmen nach soll er aber psychisch angeschlagen sein.

Dass der frühere Spitzenbeamte tatsächlich krank ist, bezweifelt vor allem die FP. "Es ist schon schwer zu glauben, dass Penn immer dann, wenn eine Befragung ins Haus steht, plötzlich erkrankt", sagt Fraktionsobmann Markus Hein. Um Klarheit in dieser Frage zu erlangen, kündigte Bürgermeister Klaus Luger (SP) gestern an, dass Penn zum Amtsarzt bestellt wird.

VP will schriftliche Befragung

Als "bedauerlich" bezeichnet die anhaltende Abwesenheit des Ex-Finanzdirektors, VP-Klubobfrau Elisabeth Manhal. Sie kritisiert, dass deshalb gleich die gesamte Sitzung abgesagt wurde. Schließlich könnte man die Zeit nutzen, um einen Fragenkatalog zu erstellen. Dieser soll Penn dann übermittelt, von ihm beantwortet und anschließend retourniert werden. Wenig von dieser Vorgangsweise hält hingegen die Ausschussvorsitzende Ursula Roschger (Grüne). "Man bringt Leuten, die krank sind, ja auch nicht die Arbeit nach Hause", sagt sie. Über die VP-Forderung nach einem Fragenkatalog zeigt sich Roschger verwundert. "Dieser Vorschlag wurde früher immer abgelehnt. Man kann aber über alles reden."

Gespräch mit Fraktionen

Die für kommende Woche geplante Sitzung habe sie deshalb abgesagt, da es ansonsten keine Tagesordnungspunkte geben würde.

Trotzdem wird über den Swap gesprochen. Dabei will Roschger mit den Obleuten der Gemeinderatsfraktionen über die weitere Vorgangsweise des Ausschusses diskutieren. Ein Termin für eine weitere Sitzung steht derzeit aber noch nicht fest. (cb)

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Artikel 16. April 2015 - 00:04 Uhr
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