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Jahrmarkt-Parkgebühren: Beschluss im Eiltempo

LINZ. Ab Sommer ist Parken auf dem Urfahranermarkt-Gelände gebührenpflichtig. FPÖ und SPÖ beschließen das diese Woche.

Urfahrmarkt Parken

Parke auf dem Urfahrmarktgelände Bild: Weihbold

Es führt kein Weg daran vorbei. Seit Wochen trommeln die Linzer FPÖ und die SPÖ diese Botschaft. Ab Sommer – spätestens im August, sagt Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) – wird das Jahrmarktgelände in Urfahr mit seinen rund 1000 Abstellplätzen zur Gebührenzone.

Wer dann auf dem größten Pendlerparkplatz im Zentrum der Stadt stehen will, wird unter der Woche dafür bezahlen müssen. Drei Euro wird die Tageskarte kosten. Dazu gibt es ein 5-Stunden-Ticket um zwei Euro und eine Jahreskarte um 365 Euro. Für Jahreskartenbesitzer wird es rund 245 Dauerparkplätze geben. Wer ohne Ticket erwischt wird, muss 50 Euro Strafe zahlen.

Für die Behinderten-, Busparkplätze und E-Ladestationen während des Ladevorganges wird keine Benützungsgebühr eingehoben. Die Parkgebühr gilt grundsätzlich von Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen bleibt das Parken weiterhin kostenlos.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wollen FPÖ und SPÖ den Beschluss dazu fassen. Morgen, Dienstag, ist die seit Monaten diskutierte Maßnahme Thema im Stadtsenat.

"Notwendig und sinnvoll"

"In keiner anderen Stadt Europas gibt es einen Gratisparkplatz dieser Dimension in zentraler Lage. Wir kommen an einer Vergebührung dieses Areals nicht mehr vorbei", sagt Hein.

Schon tags zuvor hatte SP-Fraktionschef Stefan Giegler die Vergebührung des Jahrmarktgeländes "notwendig und sinnvoll" genannt. Ein Gratis-Parkplatz mitten in der Stadt führe zur falschen Verkehrslenkung, sei ungerecht den Linzern gegenüber und spare nur dem Land Arbeit und Geld, so Giegler.

Auch dieses Signal war eindeutig. Die SPÖ wird den Beschluss mittragen. 2014 noch hatte ein Vorstoß der SPÖ in diese Richtung keine Mehrheit gefunden.

Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) fühlt sich von seinen Kollegen im Stadtsenat übergangen. Baier bezweifelt, dass die Gebühren bei der Entspannung der Linzer Verkehrssituation helfen werden. Im Gegenteil: "Diese Maßnahme löst gar nichts, sondern verschärft die Situation." Als Marktreferent sei er auch für das Jahrmarktgelände zuständig. Es sei deshalb "ganz schlechter Stil", dass Hein ihn nicht vorab informiert habe. "Was passiert, wenn die Pendler wegen der Gebühren stärker in die Wohngebiete ausweichen und dort der Parkdruck steigt?", fragt Baier. Hierfür gebe es im Modell von SPÖ und FPÖ keine Lösungsansätze, kritisiert der Vizebürgermeister. Nachsatz: "Hein will offenbar den starken Mann spielen."

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Von dieser Kritik zeigt sich Stadtrat Hein betont unbeeindruckt: "Eine Lösung musste her, und wir haben sie geliefert."

Bei der Ausgestaltung der Ticketmodelle sei die Stadt durchaus flexibel, sagt Hein. Man starte vorerst mit den drei vorher genannten Tickettypen. Sollte sich später zeigen, dass andere Zeitmodelle – etwa Halbjahreskarten oder Stundentickets – gewünscht werden, könne man das adaptieren, sagt der Verkehrsstadtrat.

Sieben Parkscheinautomaten werden auf dem Jahrmarktgelände aufgestellt. Die Automaten befinden sich bereits im "Fundus" der Stadt und werden speziell programmiert. Die Erstinvestition beläuft sich laut Hein auf 135.000 Euro. 250.000 Euro an Einnahmen erwartet die Stadt jährlich. (rgr/hip)

 

Die Gebührenzonen auf dem Urfahrmarkt-Gelände (PDF):



PDF Datei (1.89 MBytes.)

 

Von den etwa 1000 Stellplätzen auf dem Jahrmarktgelände sind 245 als Dauerparkplätze geplant.
Der östliche Bereich des Areals ist für Lenker mit Tages- und 5-Stunden-Tickets vorgesehen. Sieben Ticketautomaten werden aufgestellt.

Tagesticket: 3 Euro

5-Stunden-Ticket: 2 Euro

Jahresticket: 365 Eur

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Artikel 15. Mai 2017 - 00:05 Uhr
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