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"Ich würde mir einen Stadtrat für Glück wünschen"

LINZ. Im Ars Electronica Center stellten Wirtschaftstreibende ihre Ideen zur Zukunft der Stadt Linz vor.

"Ich würde mir einen Stadtrat für Glück wünschen"

Das Ars Electronica Center zeigte Einblicke in neue Projekte. Bild: Ars Electronica Center

Ende vergangener Woche trafen sich Linzer Unternehmer im Ars Electronica Center, um gemäß dem Motto des Abends "Get inspired. Linz 2027" ihre Ideen für den Wirtschaftsstandort Linz im Jahr 2027 vorzustellen.

Für Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) lag der Schwerpunkt des Abends in der "Betrachtung der Chancen für die Zukunft". Und davon gab es genug. So erklärte Zukunftsforscher Karlheinz Steinmüller an einem Beispiel aus dem Film "Alice im Wunderland", dass Zukunft entstehe, wenn wir miteinander neue Wege gehen. Diese sieht er in "neu gedachten Arten von Mobilität und Energie".

Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich, ergänzte, dass "Menschen mit entsprechenden Qualifikationen, heute wie in Zukunft, die Digitalisierung vorantreiben." Diese brauche man dringend, denn sonst könne man der globalen Nachfrage nach Produkten nicht mehr nachkommen, so Haindl-Grutsch. Hier setzte auch der Geschäftsführer der Business Upper Austria, Werner Pamminger, an. Er betonte, dass Linz – als führende Industriestadt Österreichs – die Aufgabe habe, stärkere Zusammenarbeit und Kooperation zu forcieren, um den Standort Linz weiter zu attraktivieren.

Visionen und Wünsche

Albert Ortig, Geschäftsführer der Digitalagentur Netural, wünscht sich für Linz im Jahr 2027 etwas anderes: einen Stadtrat für Glück. Dieser solle sich hauptsächlich damit beschäftigen, dass die Bewohner zufrieden sind. Neu ist diese Idee nicht: In Wien gibt es bereits seit Jahren das Institut für europäische Glücksforschung. Der Geschäftsführer der Spar European Shopping Centers, Marcus Wild, zeichnete ein konkretes Bild der Zukunft des Handels. Bereits im März 2018 eröffnet der erste kassenlose Supermarkt in Innsbruck. Think300-Geschäftsführerin Michaela Lindinger zweifelte an der Innovationskraft der Stadt Linz, wenn bisherige Wege weitergegangen würden. Potenzial sieht sie in der Einführung einer Blockchain, also eines dezentralen und für alle einsehbaren Buchhaltungssystems für die öffentliche Verwaltung.

Trotz Vernetzung von Print- und Online-Journalismus bleibt die Aufgabe der OÖN "auch in Zukunft das kritische Hinterfragen, Kommentieren und Aufarbeiten", sagte Chefredakteur-Stellvertreter Dietmar Mascher. Die Bandbreite an Ideen für 2027 ist umfangreich – und verlangt Arbeit. (sc)

 

Die Ideen für 2027 auf einen Blick

Das wünscht sich die Wirtschaft für Linz: Qualifikationen und Kooperation zwischen Start-ups und Konzernen sollen die Digitalisierung beschleunigen.

4-Tage-Arbeitswoche wurde in einem Grazer Unternehmen bereits erfolgreich umgesetzt und führt zu höherer Motivation.

Körpervermessung per Scanner sorgt bereits jetzt für ein besseres Einkaufserlebnis.

Neue Kongressformate und Festivals sollen die Marke Linz für Tourismus und Wirtschaft stärken.

Blockchain für die öffentliche Verwaltung könnte Prozesse für alle Bürger sichtbar machen.

Bezahlen ohne Kassa in Supermärkten und Geschäften wird bereits jetzt getestet und startet noch im Jahr 2018.

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Artikel 12. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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