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Graffiti-Dose des Rappers Skero soll den Verkauf der Linzer Torte anheizen

LINZ. Tourismus-Manager wollen Einheimische zu Kurzurlaub in Landeshauptstadt verführen.

Graffiti-Dose des Rappers Skero soll den Verkauf der Linzer Torte anheizen

Skero mit der von ihm gestalteten Linzer-Torten-Dose Bild: Elisabeth Stephan

Die Linzer Torte ist nach wie vor das bekannteste und beliebteste Linz-Mitbringsel. Um das hausbackene Image aufzufrischen, den Verkauf anzukurbeln und für die Stadt Linz zeitgemäß zu werben, haben die Linz-Touristiker einen Künstler mit der Gestaltung einer Verpackung für die Torte beauftragt.

Der Grafiker und Maler Skero, Gründungsmitglied der Linzer Hip-Hop-Gruppe "Texta" und seit 2009 durch den Hit "Kabinenparty" auch als Solo-Musiker bekannt, hat eine Blechdose in Graffiti-Spitzendeckerl-Pacman-Optik in den Farben Pink, Türkis, Senfgelb und Weinrot gestaltet. 6000 solcher Dosen gibt es nun. Dose samt Inhalt kann man ab sofort zum Preis zwischen acht und 16 Euro (der Preis hängt von der Größe der Torte ab) in sechs Konditoreien und Bäckereien in Linz erwerben.

Ein Sammler-Kultgegenstand

"Die Dosen sind bereits ein Sammler-Kultgegenstand", sagt der Linzer Konditormeister Leo Jindrak. Die neue Dose ist bereits die vierte ihrer Art. 2014 gestaltete der Grafiker Lukas Eckerstorfer die blecherne Verpackung, 2015 tat dies der bekannte Künstler Hans Jascha, 2016 die Linzer Künstlerin Helga Schager.

Skero, der mit bürgerlichem Namen Hans Schlager heißt und 1971 geboren wurde, besuchte in Linz die Grafik-HTL und studierte in Wien Malerei. Er hat nicht nur als Ex-Linzer einen besonderen Bezug zur Linz-Mehlspeise, auch ein Lied auf seinem ersten Musikalbum ist der Torte gewidmet. Mit Graffiti ist Skero auch in der riesigen Linzer Hafen-Galerie vertreten.

Mit einem zweiten Spezialangebot wollen die Linz-Touristiker Einheimischen Kurzurlaube in Linz und das neue Entdecken der Landeshauptstadt schmackhaft machen. Das "Zu Gast in deiner Stadt"-Paket ist ein Schnäppchen. Um 59 Euro kann man eine Nacht in einem von zwölf Linzer Hotels verbringen. Dazu gibt es Gutscheine im Wert von je zehn Euro für den Eintritt in Linzer Kultur-Einrichtungen, zum Einkaufen in der City, zum Trinken und Essen in Gasthäusern, dazu zwei Gratis-Eintritte in Museen und das Buch "Gute Tage, gute Nächte".

Urlaub in der eigenen Stadt

Dieses Angebot gilt an den Wochenenden im Jänner, Februar und März 2018 und kann von Menschen mit Wohnsitz in der Stadt Linz sowie in den Bezirken Linz-Land und Urfahr-Umgebung erworben werden. Zu kaufen gibt es die Pakete in der Tourist-Information im alten Rathaus am Linzer Hauptplatz sowie in den Hotels "Schwarzer Bär" (Linz, Herrenstraße) und "Courtyard by Marriott" (Europaplatz 2, Linz). "Dieses Linz-Paket ist auch als Weihnachtgeschenk für Freunde und Verwandte geeignet", wirbt der Linzer Tourismus-Direktor Georg Steiner für das Angebot. 

3 Fragen an...

3 Fragen an Leo Jindrak, Konditormeister

Der Chef der großen Linzer Konditorei Jindrak ist weitum bekannt als Bäcker der Linzer Torte. Mit der neuen Verpackung für die Torte hat der Konditormeister eine besondere Freude, ebenso mit seinem neuen Café auf dem Pöstlingberg.

War der Erfolg der künstlerisch gestalteten Dose für die Linzer Torte absehbar?

Ich habe das anfangs für eine Herausforderung gehalten. Aber die Dosen sind mittlerweile kultige Sammlergegenstände. Die neue Dose von Skero, das habe ich bereits gemerkt, kommt bei Jung und Alt besonders gut an.

Sie haben heuer im Frühjahr das Café neben dem Aussichts-Rondeau auf dem Pöstlingberg übernommen. Wie geht das Geschäft auf dem Linzer Hausberg?

Es macht richtig Spaß, wie gut das Café läuft. Wir arbeiten freilich mit viel Einsatz. Jetzt kommen nicht nur Touristen und Ausflügler, sondern auch Pöstlingberger. Wir haben auch im Winter von Dienstag bis einschließlich Sonntag geöffnet.

Der Pöstlingberg ist nach wie vor das bekannteste Wahrzeichen von Linz. Kann man dessen Anziehungskraft noch steigern?

Da kann man noch etwas tun. Besonders für auswärtige Gäste ist es wichtig, ein Parkleitsystem zu installieren, damit niemand bei der Parkplatzsuche herumirren muss.

 

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Artikel (gsto) 14. November 2017 - 06:29 Uhr
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