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Generationenwechsel im "Teekönig"

LINZ. Das Teefachgeschäft in Linz, 1983 von Ilse Schmutz gegründet, führt mehr als 200 Sorten Die 83-Jährige hat das Geschäft im vergangen Jahr an Isabella Wolf übergeben

Generationenwechsel im "Teekönig"

Isabella Wolf (l.) hat im Vorjahr die Geschäftsführung von Ilse Schmutz übernommen. Bild: prel

Ilse Schmutz ist auf ihren Stock gestützt und winkt zum Abschied. Die liebevolle Geste ist im Lauf der Jahre zum fixen Ritual zwischen der älteren Dame und ihrem Sohn Peter geworden.

Die 83-Jährige, die zuvor viele Jahre als Drogistin gearbeitet hatte, eröffnete 1983 mit der Hilfe ihres Sohnes in der Linzer Bethlehemstraße "Tee Büchel" – damals das erste Teegeschäft in der Landeshauptstadt überhaupt. "Ich weiß noch genau, es war am 15. November, und wir waren nicht sicher, ob jemand kommen würde", erinnert sich Schmutz. "Aber ein Teegeschäft, das war damals eine Sensation. Die Leute haben schon vor der Tür auf die Eröffnung gewartet."

Tee zu jeder Tageszeit

Im Geschäft, das später in "Teekönig" umbenannt wurde, können die Kunden aus mehr als 200 Sorten wählen. Jede davon hat ihre eigene Geschichte – die Aufgabe, diese zu erzählen und bei der Suche nach dem richtigen Tee behilflich zu sein, hat bis zum August des Vorjahres die Seniorchefin übernommen. "Es gab keinen Grund, aufzuhören", sagt sie den OÖNachrichten. So lange, bis gesundheitliche Probleme ihr klar machten, das Zepter an die nächste Generation weiterzugeben.

Isabella Wolf hat bereits 1996 begonnen, im "Teekönig" zu arbeiten. "Jedes Jahr hat sie mich gebeten, es ihr zu sagen, falls ich plane, das Geschäft zu verkaufen", sagt Schmutz und lächelt.

Im Herbst 2016 war es dann soweit – seitdem ist Wolf Geschäftsführerin im frisch renovierten Reich der Teeblätter, in dem auch Schmutz noch regelmäßig anzutreffen ist – ein gern gesehenes, den Kunden wohlvertrautes Gesicht. Tee trinken, darin sind sich die beiden Frauen einig, ist nicht nur eine schmackhafte, sondern auch eine äußerst gesunde Tätigkeit, auf die mittlerweile Menschen jeden Alters schwören würden. Mit Milch, Zucker, Zitrone oder "pur" – ein richtig oder falsch gäbe es da nicht. Hand aufs Herz: Hantiert jemand, der sein berufliches Leben dem Tee gewidmet hat, auch privat mit Wasserkocher und Teegeschirr?

"Selbstverständlich, Tee schmeckt am Morgen wie am Abend", sind sich beide Frauen einig.

Ilse Schmutz bevorzugt den lieblich-malzigen Assam Mangalam, Isabella Wolf liebt besonders den eigenwilligen Geschmack von Darjeeling Risheehat: "Ihn zu trinken, ist für mich wie Urlaub."

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Artikel Elisabeth Prechtl 21. März 2017 - 00:04 Uhr
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