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Eine Milliarde Euro lässt sich Asfinag die Linzer Autobahnprojekte kosten

LINZ. Linzer Baufirma Swietelsky erhielt den Zuschlag für Bau der "Bypässe" der Voestbrücke.

Eine Milliarde Euro lässt sich Asfinag die Linzer Autobahnprojekte kosten

Futuristisch: So soll die Voestbrücke mit ihren "Bypässen" nach dem Endausbau 2023 ausschauen. Bild: Asfinag

1.000.000.000 Euro. In Worten: eine Milliarde. Eine imposante Summe, die die Asfinag laut Vorstandsdirektorin Karin Zipperer in die Linzer Autobahn-Projekte investiert: die Bypass-Brücken über die Donau, den Ausbau der Mühlkreis-Autobahn (A7) und den Neubau der Linzer Autobahn.

Eigentlich darf's sogar ein bisschen mehr sein: 1,1 Milliarden, genau genommen. 428 Millionen wird das "Facelifting" der A7 kosten, 668 Millionen die Linzer Autobahn (A26). Bei Letzterer übernimmt das Land OÖ zehn Prozent der Kosten, fünf die Stadt Linz.

Im Jänner 2018 geht’s mit der A7 los: Ab Monatsmitte starten die Arbeiten im Bereich der Voestbrücke – sie erhält zwei "Bypässe". 145 Millionen Euro werden sie kosten. Der Zuschlag wurde an die Linzer Baufirma Swietelsky und die Grazer Granit Bau vergeben.

Heißt für die Autofahrer: Ab Mitte Jänner werden vor und nach der Donau – im Süden ab Höhe Posthof, im Norden bis Dornach – tagsüber in beide Richtungen verengte Fahrspuren zur Verfügung stehen. Auf der Voestbrücke selbst wird es aber zu keinen Beeinträchtigungen kommen.

Vorsicht, Baustelle

Und so geht’s weiter: Ab März 2018 wird der gesamte Verkehr in Urfahr auf je zwei Fahrspuren Richtung Freistadt geführt. Die gegenüberliegende Seite wird dann zur Baustelle mit einer eingeschränkten Fahrspur. Im zweiten Halbjahr 2018 ist es umgekehrt: Der Verkehr (vier Fahrstreifen) rollt nördlich der Donau Richtung Wien/Salzburg.

 

Von Juli bis Ende 2018 ist bei der Anschlussstelle Urfahr zudem die Auffahrt von der Freistädter Straße kommend in Richtung Norden/Freistadt gesperrt, dann wird ein Umweg über Dornach nötig.

 

Der Belag der alten Voestbrücke kann erst nach Fertigstellung der Bypässe erneuert werden. Die Arbeiten beginnen nach einer "Baustellenpause" 2022 und sind für ein Jahr anberaumt. Umgesetzt werden sollen sie in den verkehrsärmeren Sommermonaten. Bis 2031 erfolgt dann die Erneuerung und Verbreiterung der A7.

 

"Auf Schiene" ist auch der Bau der neuen A7-Anschlussstelle Auhof/Universität. Dauer: von Ende 2019 bis Mitte 2020.

2031 ist alles fertig

Im Herbst 2018 beginnt auch der Bau der 4. Linzer Donaubrücke für die A26. Noch bis Jahresmitte 2018 verlegen Asfinag und Land OÖ dazu den Donau-Radweg zwischen Puchenau und Linz – er wird direkt an der Donau verlaufen.

Die neue Hängebrücke mündet in die im Berg verlaufenden Auf- und Abfahrten zur B127 und B129. Fertigstellung: 2023. Zunächst ist in jede Richtung eine Spur befahrbar, denn die Brücke dient gleichzeitig Baufahrzeugen für den Tunnelbau durch den Freinberg, der die weitere Verbindung bis zum Bahnhof herstellt. Fertigstellung: 2028.

Bis 2031 wird dann der letzte Abschnitt freigegeben: der Neubau der Westbrücke über die Gleise der Westbahn als Verbindung zur A7 beim Knoten Hummelhof.

"Wenn die A26 fertig ist, wird sich der Verkehr innerstädtisch um 40 Prozent verringern", sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FP). Bis 2020 werde Linz jedenfalls drei zusätzliche Donaubrücken haben, so Stadtchef Klaus Luger (SP): Neben den Bypässen der Voestbrücke auch die neue Eisenbahnbrücke. 

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Artikel (kri) 07. Dezember 2017 - 05:48 Uhr
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