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Drei Goldene bei der Ski-WM - mit 75 Jahren

PUCHENAU. Er ist 75 Jahre alt und frischgebackener Ski-Weltmeister: Johann Dobetsberger aus Puchenau siegte im Slalom, Riesentorlauf und Super-G der Senioren und führt auch im Gesamtweltcup.

Dobetsberger hat in zwei Wochen die Chance, auch den Gesamtweltcup zu gewinnen.

Bild: Volker Weihbold

Den Zweitplatzierten eines Skirennens gleich mehrere Sekunden hinter sich lassen – Marcel Hirscher ist nicht der einzige Alleskönner auf zwei Brettern, dem dieses Kunststück gelingt. Der Abräumer bei der in der Vorwoche im schweizerischen Meiringen ausgetragenen Ski-Weltmeisterschaft der Senioren heißt Johann Dobetsberger und kommt aus Puchenau. In der Klasse der 75- bis 80-Jährigen durfte er die Goldmedaillen in den Disziplinen Super-G, Riesentorlauf und Slalom entgegennehmen. Seine Konkurrenten ließ er dabei jeweils weit über eine Sekunde hinter sich.

„Das war schon ein tolles Erlebnis“, beschreibt der 75-Jährige seinen Triumph in Meiringen, wo zum Daumendrücken auch seine Ehefrau anwesend war. Die Freude bei ihr und den Sportlerkollegen war natürlich riesengroß.

Tüftler und Materialfuchs

Jede Menge Training ist das Geheimnis hinter Dobetsbergers Erfolg. Einmal in der Woche macht der Puchenauer, der ganz in der Nähe von Gramastettens Ski-Held Vincent Kriechmayr zu Hause ist, sich auf den Weg nach Hinterstoder zum Training. „Ich bin wirklich sehr gut drauf momentan“, beschreibt Dobetsberger sein Erfolgsgeheimnis. Er tüftle viel am Material, auf die Kanten der Ski und das richtige Wachs ist der 75-Jährige sehr bedacht.

Sportlich aktiv bleibt Dobetsberger auch, wenn der Winter vorüber ist. „Um fit zu bleiben, gehe ich biken, Bergsteigen oder Rückenschwimmen“, sagt er. Seine große Leidenschaft, Ski fahren, betreibt er schon seit seiner Kindheit, die er in Neukirchen am Walde verbrachte. Rennen bestreitet Dobetsberger erst seit seinem 50. Lebensjahr. Er trat erst bei Firmenläufen an und startete nach seiner Pensionierung im Senioren-Weltcup so richtig durch. Rund 35 Rennen umfasst der Rennkalender. Schauplatz sind neben Europa auch die USA. „Goldbank“ Dobesberger, der früher als Autoverkäufer beim Unternehmen Aveg in Linz tätig war, reist nicht mehr überall mit hin: „Ich fahre in die Schweiz, nach Italien und Frankreich, um dort Rennen zu bestreiten. Weiter eigentlich nicht.“

Daran, die Alpinski in die Ecke zu stellen, verschwendet der dreifache Großvater keinen Gedanken. Schließlich gibt es noch viel zu erreichen: In zwei Wochen findet in Italien das Weltcup-Finale der Alpinen statt, die Ausgangslage könnte kaum spannender sein: Johann Dobetsberger, in der heurigen Saison Gewinner von elf Weltcup-Rennen, liegt im Moment punktgleich mit einem Konkurrenten an der Spitze. Doppelte Spannung verspricht, dass beim Finale doppelte Punkte vergeben werden. Der Gewinn der Kristallkugel für den Sieg im Gesamtweltcup wäre die Krönung einer absoluten Traumsaison. Die Planungen reichen schon wieder darüber hinaus: „Solange es mir gesundheitlich gut geht, werde ich weiter Ski fahren“, sagt der Goldgarant.

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Artikel 28. März 2017 - 20:04 Uhr
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