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Digital ist die Eisenbahnbrücke auf ewig erlebbar

LINZ. 3-D-Visualisierung der abgerissenen Brücke wird heute Abend im AEC präsentiert.

Digital ist die Linzer Eisenbahnbrücke auf ewig abgespeichert und erlebbar

Digital besteht sie noch, die Eisenbahnbrücke. Bild: Ars electronica futurelab

Sie ist abgerissen und aus dem Stadtbild verschwunden. Doch die Technik macht es möglich, dass sich Interessierte die Linzer Eisenbahnbrücke aus allen möglichen Blickwinkeln ansehen können. Und zwar so, wie sie war und mehr als 100 Jahre lang Bestand hatte. Möglich macht das die 3-D-Visualisierung der Brücke, die heute von 19 bis 20 Uhr im Deep Space Live im Ars Electronica Center zu erleben sein wird.

Eine Woche nach der offiziellen Sperre der Eisenbahnbrücke Ende Februar hatte ein Team unter Christian Eichlseder (EF-Tech), wie berichtet, die Chance, noch einmal das historische Bauwerk intensiv zu erleben. Es war allerdings keine Sightseeing-Tour, sondern harte Arbeit, deren Ergebnis nun erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird.

Mittels Industrietachymeter wurde ein hochgenaues Fixpunktnetz von 150 Punkten in die Brückenkonstruktion gelegt. Gleichzeitig erfolgte ein 3-D-Laserscan mittels 70 Standpunkten, die quer über die Brücke verteilt waren. Somit wurde die Eisenbahnbrücke mit allen Details wie Stahlträgern und Betonteilen für die Zukunft dokumentiert. Interessierte können nun Wissenswertes über die Technologien von gestern und heute erfahren. Die Schweiß- und Fügetechnik vom Ende des 19. Jahrhunderts trifft auf die Laserscan-Technologie von heute.

Durch den Abend im Deep Space führen heute Vermesser Christian Eichlseder, Buchautorin Ute Streitt und Felix Sadrawetz (Firma SteelCERT). (rgr)

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Artikel 03. November 2016 - 00:04 Uhr
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