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Die Pläne für die Linzer Ostumfahrung sind schon ein Aufreger

Befürworter: "Wichtiges Zukunftsprojekt" – Gegner: "Autobahn mitten durch die Stadt".

Nix is fix, aber die Pläne für die Linzer Ostumfahrung sind schon ein Aufreger

Bild: Land OÖ

Die Ostumfahrung. Ein Verkehrsprojekt, das schon lange im Raum steht. Jetzt ist die Realisierung zwar noch keinen Schritt nähergerückt, doch reicht allein schon die geplante Trasse für eine heftige wie leidenschaftliche Diskussion über Sinn und Unsinn dieses Projektes.

Einseitig würde hier diskutiert, kritisiert der Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) die Debatte. Bewusst würde verschwiegen, "dass die neue Umfahrung nur dann kommt, wenn auch alle notwendigen Schutzmaßnahmen für Mensch, Tier und Umwelt, umgesetzt werden". Landesrat Günther Steinkellner (FP) sprach von effizienten Verlagerungseffekten, die durch die "ausführlich diskutierte und gewählte Vorzugsvariante" erreicht würden. Und: "Da die Trasse auch teilweise durch sensible Gebiete verläuft sind selbstverständlich die Interessen der Anrainer bestmöglich zu berücksichtigen", so Steinkellner.

Umweltstadträtin Eva Schobesberger nennt die Umfahrung "Ostautobahn". Die Umfahrungsstraße sei nämlich nichts anderes als eine "Autobahn mitten durch die Stadt". Die Pläne des Landes für eine Autobahnschneise durch Ebelsberg würden nicht nur die Lebensqualität vieler Bewohner im Linzer Süden, sondern von allen Stadtbewohnern gefährden, so Schobesberger gestern.

Auch für Michael Radhuber, Obmann der Bürgerplattform Steyregg, wirft die geplante Ostumfahrung einige Fragen auf. Vor allem sind es die Prognose-Szenarien für den zu erwartenden Transitverkehr einer durchgängigen Achse Berlin–Dresden–Prag–Linz, die neu erstellt werden müssten. Denn, so die Kritik von Radhuber: Die Prognose des zu erwartenden Verkehrs für eine Ostumfahrung frühestens ab 2024 seien in der aktuellen Untersuchung bereits 2015 überschritten worden.

Für Steinkellner und Hein geht die Argumentation ins Leere. Es werde keine neue Transitstrecke entstehen, weil eine solche "tatsächlich schon durch den Anschluss A 7/A 1 und der S 10 unbestreitbar gegeben sei. Mit der Festlegung von Tschechien, die Autobahn zwischen Budweis und der nördlichen Staatsgrenze zu bauen und bis 2024 zu übergeben, lässt ein in der Folge höheres Verkehrsaufkommen über die S 10 nach Linz so gut wie sicher. (rgr)

 
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Artikel 13. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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