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"Die Digitalisierung mehrt den Wohlstand – die Frage ist, wie wir ihn verteilen"

LINZ. Lukas Papula kandidiert auf der Liste Pilz und tritt für eine "progressive Erbschaftssteuer" ein.

"Die Digitalisierung mehrt den Wohlstand – die Frage ist, wie wir ihn verteilen"

Kandidat Lukas Papula Bild: privat

An Wahlkampfzeiten ist Lukas Papula, obwohl er ein politischer Quereinsteiger ist, inzwischen bestens gewöhnt. Bevor er sich auf der Liste Pilz als Kandidat für den Nationalrat (Listenplatz 2 in Oberösterreich und Listenplatz 1 im Wahlkreis Linz und Umgebung) aufstellen ließ, arbeitete der 30-Jährige als Wirtschaftsreferent für die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag in Berlin. Nach dem Wahlkampf in Deutschland (der für die SPD nur mäßig erfolgreich verlief) begann für ihn der Wahlkampf in Österreich.

"Die politische Kultur in Deutschland ist eindeutig gesitteter als hierzulande", sagt der studierte Jurist und Volkswirt Papula.

Im Gespräch mit dem gebürtigen Linzer wird rasch klar, es ist vor allem ein Thema, das sein politisches Wirken bestimmt: die Digitalisierung. "Es ist ein gesellschaftlicher Fortschritt, der unglaublich viel Wohlstand schaffen kann. Wir stehen jetzt vor der Frage, wie dieser Wohlstand verteilt werden soll", sagt Papula.

"Wir leben in einer Zeit, in der gefährlich große Privatvermögen entstanden sind. Die Macht, die sich dort bündelt, ist für die Demokratie gefährlich." Aufgrund dieser Entwicklung trete er für eine "progressive Erbschaftssteuer" ein. "Die Freibeträge dafür könnten ruhig bei fünf Millionen Euro liegen. Es geht ja nicht darum, dass sich jemand fürchten muss, der ein Haus oder einige Wohnungen geerbt hat."

Neben der Besteuerung besonders großer Vermögen möchte Papula das Mitspracherecht der Belegschaft in den Betrieben stärken: "Der Betriebsrat sollte im Aufsichtsrat von Kapitalgesellschaften vertreten sein."

Chancen, in den Nationalrat einzuziehen, hat Papula vor allem über die Landesliste. Etwas mehr als sechs Prozent der Stimmen müsste die Liste Pilz erhalten, damit der 30-Jährige neben der Listenersten Daniela Holzinger-Vogtenhuber nach der Wahl am 15. Oktober in den Nationalrat einziehen darf.

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Artikel (hip) 12. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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