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"Dann müsste ich mich von Licht ernähren": Das halten Landsleute vom Fasten

LINZ. Mit Aschermittwoch startet die 40-tägige Fastenzeit. Wie halten es Landsleute mit dem Fasten? Anneliese Edlinger und Reinhold Gruber haben sich umgehört.

"... dann müsste ich mich von Licht ernähren"

Ist das ganze Jahr über eher auf der abstinenten Seite unterwegs: Blonder Engel. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Klaus Luger, Linzer Bürgermeister:

„Beim Fasten habe ich einen klaren Plan: Ich faste dreimal im Jahr, jeweils 14 Tage. Da gibt es keinen Alkohol, kein Fett, kein Brot, keine Nudeln, Reis oder Kartoffeln – also keine Kohlehydrate. Das habe ich nach dem Neujahrsempfang, im Jänner, bereits gemacht. Das nächste Mal gefastet wird bei mir erst wieder im Juni . Auch das Sporteln läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Ich gehe dreimal in der Woche mindestens eine Stunde laufen. Wochentags starte ich um fünf Uhr früh, am Wochenende später.“

 

Blonder Engel, Musiker aus Linz:

„Ich faste eigentlich nicht in der Fastenzeit, weil ich das ganze Jahr über eher auf der abstinenten Seite lebe, also ohne Rauschmittel wie Alkohol oder Zigaretten. Wenn ich im Jahr drei Gläser Wein trinke, ist das viel. Würde ich also dieses Wenige in der Fastenzeit noch reduzieren, dann müsste ich mich von Licht ernähren. Aber Energiesparlampen und Neonröhren schmecken mir einfach nicht. Den Aschermittwoch und den Gründonnerstag begehe ich aber fleischlos, auch wenn ich manchmal darauf vergesse. Heuer habe ich festgestellt, dass ich in der Faschingszeit nur zwei Krapfen gegessen habe. Deswegen werde ich mir heute einige Krapfen kaufen und sie auf einen Sitz essen.“

Blonder Engel demnächst live im OKH Vöcklabruck (24. Februar) und im Kulturzentrum Hof in Linz (2. und 3. März). Beginn je 20 Uhr.

„Das Autofasten gehört für mich dazu“

Gabriele Eder-Cakl, Direktorin des Pastoralamts:

„Fest- und Fastenzeiten geben unserem Leben Rhythmus. Deshalb bin ich froh, dass es sie gibt. Was ist wichtig und wesentlich im Leben? Um das herauszufinden, nütze ich die Fastenzeit. Ich schaue gezielt auf mich und auch auf die Umwelt. So gehört das Autofasten, also der Verzicht auf das Auto, für mich genauso zur Fastenzeit wie die bewusste Ernährung. Ich wähle gesunde Lebensmittel aus der Region und bewege mich in der Natur. Da klären sich viele Dinge.“

Sepp Friedhuber, Naturfilmer aus Ansfelden:

"Nicht zu essen, würde bedeuten zu erfrieren"

„Man braucht mich nur anzusehen, um rasch zu erkennen, dass ich ein geeignetes Opfer für die Fastenzeit bin. Ich tue mir aber schwer damit, das Fasten durchzustehen. Kommende Woche habe ich ein paar Veranstaltungen und am 2. März fahre ich für drei Wochen nach Island. Dort nicht zu essen, würde bedeuten, zu erfrieren (lacht). Grundsätzlich versuche ich aber, weniger zu essen, aber das ist zäh. Jahr für Jahr wird es schwieriger, das gestockte Körperfett zu beseitigen.“

Michaela Walchshofer, Chefin der Alten Metzgerei:

„Natürlich habe ich auch heuer wieder meine Vorsätze. Aber die halte ich bewusst klein, damit ich es auch schaffe, sie umzusetzen. Und der großen Verfehlungen bin ich mir ohnehin nicht bewusst. Ich trinke in der Fastenzeit keinen Kaffee und esse weniger Süßigkeiten – denn ganz ohne schaffe ich es nicht. Genau so wenig geht es in meinem Geschäft, gänzlich ohne Alkohol durch die Fastenzeit zu kommen. Ach ja, Sport wäre gut für die Gesundheit. Aber ganz ehrlich: da fehlt mir die Überwindung.“

Georg Steiner, Linzer Tourismusdirektor

„Der Geist ist ja willig, aber das Fleisch ist schwach. Also genieße ich weiter und schränke mich beim Essen nicht ein. Aber weil ich in der Fastenzeit 60 Jahre alt werde und fit bleiben will, radle ich auf dem Hometrainer und gehe in die Mucki-Bude.“

"Glücklich mit Krautsuppe"

Jan Aigner, „The Taste“-Sieger aus Linz

„Ich faste schon seit Anfang Februar etwas. Es gibt nur ein Mal pro Woche Fleisch und Aufschnitt, dafür viel Gemüse, wobei wir (er und Freundin Andrea Gredisnjak, Anm.) bei Krautsuppe mit Schwarzbrot-Croutons sehr glücklich sind.“

Marco Barth, Koch und Chef im Rossbarth

„Die Fastenzeit ist für mich kein Anlass, mich besonders einzuschränken. Es wäre auch schwer. Wie soll ich Süßspeisen abschmecken, ohne sie zu kosten? Deshalb halte ich es so wie immer: Gesund essen mit Maß und Ziel. Außerdem: Was gut schmeckt, das kann nur guttun.“

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Artikel OÖN 14. Februar 2018 - 09:19 Uhr
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