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Brückensanierung: "Linz erwartet schlimme Zeit"

LINZ. Asfinag präsentiert heute im Infrastruktur-Ausschuss detailliert das Baustellenkonzept für die Voest-Brücke.

Brückensanierung: "Linz erwartet schlimme Zeit"

Zuerst werden die Bypässe bis 2020 gebaut, dann folgt die Sanierung der Hauptfahrbahn auf der Voest-Brücke. Bild: Asfinag

Der Bau der Bypassbrücken für die Linzer Autobahnbrücke wird mit Beginn des kommenden Jahres zu einer zusätzlichen Belastungsprobe für die Autofahrer werden. Davon ist der zuständige Stadtrat Markus Hein (FP) überzeugt. "Es wird eine schlimme Zeit, weil dann nur mehr die Nibelungenbrücke uneingeschränkt zur Verfügung stehen wird. Darauf werden sich alle einstellen müssen", sagte er im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Mit Jänner startet die Asfinag bekanntlich die zwei Jahre dauernde, insgesamt 142 Millionen Euro teure Sanierung und Verbreiterung der Voest-Brücke. Das Baustellenkonzept – auf beiden Seiten der Brücke werden erhebliche Flächen während der Bauphase der Bypassbrücken benötigt – wird heute von der Asfinag im Infrastrukturausschuss im Detail präsentiert. Ein guter Moment für Hein, um nicht nur Fragen zu stellen, sondern auch darüber zu diskutieren, wie man die Auswirkungen dieser Brücken-Baustelle durch begleitende Maßnahmen verbessern könne.

Nur eine A7-Auffahrt in Urfahr

Verschärft wird die Verkehrssituation in Urfahr. Die Auffahrt von der Freistädter Straße in Richtung Hafenstraße wird für etwa zehn Monate nicht zur Verfügung stehen, so der Asfinag-Plan. Damit wird es an der einzigen Auffahrt zur A7 in Dornach-Auhof sicher problematisch und kritisch werden.

Deutlich mehr Verkehr erwartet der Infrastruktur-Stadtrat auch in der Industriezeile. "Hier werden die Auswirkungen der Arbeiten an der Brücke stark zu spüren sein." Neben dem Schwerverkehr, der auch außerhalb der Stoßzeiten im Hafenareal zu spüren sein wird, geht es auch um jene 28.000 Menschen, die in diesen Bereich von Linz einpendeln. Da man nicht wisse, woher sie kommen, hofft Hein auf Datenmaterial von der Wirtschaftskammer, um Klarheit über den Ziel- und Quellverkehr zu haben und entsprechende Maßnahmen setzen zu können.

Dass Hein im Ausschuss die Mitglieder aller Parteien zur aktiven Mitarbeit auffordert, sei nicht so zu sehen, dass er sich ein Alibi suchen wolle. "Natürlich ist es meine politische Verantwortung", sagt Hein, "ich will aber alle Ausschuss-Mitglieder in die Pflicht nehmen."

Die Bypassbrücken sollen übrigens bis März 2020 fertiggestellt sein. Das wäre auch das Ziel für die neue Linzer Donaubrücke. Zumindest, wenn die derzeitigen Pläne auch halten.

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Artikel Reinhold Gruber 09. Oktober 2017 - 00:05 Uhr
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