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Analyse: Verkehrsertüchtigung

Als vor 40 Jahren die Autobahn durch Linz entstand, empfanden das viele als Fortschritt. Doch schon bald erfuhren die Bewohner der Linzer Stadtteile Bindermichl und Spallerhof, dass die Theorie der autogerechten Stadt in der Praxis unangenehm ist, weil sie laute und abgasintensive Wirkungen hat. Umso mehr, wenn die Autobahn wie am Bindermichl nur wenige Meter von den Wohnhäusern entfernt liegt.

Es bedurfte vieler Anläufe von Anrainern, bis endlich Lärmschutzwände entlang der A7 aufgestellt wurden. Wirkliche Abhilfe waren diese Wände nicht. Und es grenzte fast an ein Wunder, dass schließlich die Autobahn (sündteuer) überbaut wurde, die Autos unter unter einer Betondecke verschwanden. So entstand ein Park, der Bindermichl und Spallerhof verbindet und bei allen Generationen vom Kleinkind bis zum Opa als Erholungsfläche beliebt ist.

Doch nicht diese Wohltat war das Motiv für den Bau des Bindermichl-Tunnels. Mancher Politiker spricht (hinter vorgehaltener Hand) aus, was wirklich dahintersteckt: „Verkehrsertüchtigung.“

Anders ausgedrückt: ermöglichen, dass weiterhin täglich mehr als 100.000 Autos auf der A7 durch die Stadt fahren können. Und wird irgendwann der Westring doch gebaut, dann kommen noch mehr Autos – dank einer Verkehrspolitik, deren Grundlagen aus den Sechzigerjahren stammt.

von skis (1) · 18.12.2011 17:23 Uhr
Sanierungsfall Bindermichltunnel

Das stimmt ja alles, aber bereits jetzt gibt es Schäden an der Tunneldecke durch Baumängel. Das hat nichts mit Verkehrsertüchtigung zu tun, aber man kann sich kaum vorstellen wie sich solche bauliche Schlampereien bei der A26 Brücke und Freinbergtunnel auswirken werden.

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von oe.tom (735) · 06.08.2011 09:36 Uhr
Toller Artikel

Hier wird endlich geschrieben, was eigentlich schon lange ein offenes Geheimnis war! die Ausbauten betrafen hauptsächlich den Bereich von der Muldenstrasse zur Westbrücke, (Abfahrt Muldenstrasse mit Kreisverkehrslösung, Auf- und Abfahrten Links- und Rechtsseitig der Fahrspuren, Scheinentschärfung der Abfahrtssituation auf die Unionstrasse, wo Autofahrer, die von Süden kommend,auf die Unionstrasse wollten den Fahrstreifen aus richtung Urfahr überqueren musste!
Jedoch wurde durch die Tunnellösung die Fahrt auf der Richtungsfahrbahn Süd dadurch Unfallträchtiger und Unübersichtlicher! Wer von der Wienerstrasse auffährt um richtung Westbrücke zu gelangen, muss nach wie vor die beiden Fahrtstreifen der Autobahn überqueren, nur jetzt im Tunnel. Ausserdem ist die Abfahrtsspur richtung Unionstrasse nicht Korrekt beschildert, sodass der einzige Hinweis auf diesem (ein Überkopfschild) dem Fahrer entgeht... Wo blieb hier die Entschärfung der Stelle, wo es am dritthäufigsten Krachte???

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von _guenther (1880) · 04.08.2011 09:37 Uhr
Sehr guter Artikel!!!

Kann ihnen nur zu 100% zustimmen, die oö- Verkehrspolitik stammt aus den 60-er Jahren. Nur mehr Sraßen und Autobahnen und dann wundert man sich warum der Verkehr immer mehr wird. Linz ist leider nicht mehr wirklich lebenswert und mit dem Westring wird es noch ärger.
Was Linz braucht ist endlich ein S-Bahnnetz und nicht einen sündteuren Ausbau einer wenig leistungsfähigen Straßenbahn. Aber leider sind die oö. und Linzer Politiker dafür zu ewiggestrig bzw. bauen halt gerne Tunnels (wo man wahrscheinlich auch einiges mehr an Schmiergeld lukrieren kann).

Danke Hr. Gstöttner für den Artikel, dieser zeigt daß anscheinend in den OÖN doch noch andere Meinungen Platz haben.

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Artikel Erhard Gstöttner 04. August 2011 - 00:04 Uhr
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