13. März 2010. Josef Willinger, den alle nur „Willi“ nennen, arbeitet in der Nachtschicht in der VOEST. Ein dicker Schlauch hat einen sogenannten „Stopfer“, der 53-Jährige schaut nach, der „Stopfer“ löst sich, der Schlauch wirbelt durch die Luft und trifft Willi voll am Kopf. Der Helm wird durchschlagen, die Schädeldecke zertrümmert. Ein Auge hängt heraus. Krankenhaus, Tiefschlaf, Operationen sind die tragische Folge. „Ob er überlebt, wissen wir nicht“, so die Ärzte. Hoffen und Bangen wechseln einander ab.
Josef „Willi“ Willinger gewinnt den Kampf mit dem Tod. „Nach drei Monaten im Krankenhaus ist er nun seit zehn Wochen auf Rehab. Ende September soll er heimkommen“, erzählt Alexander, der Sohn von Willis Lebensgefährtin Manuela Kramm. Sie ist gebrochen und verzweifelt. Willi wird ein Pflegefall bleiben, er ist auf dem Niveau eines Dreijährigen. Nur – Willi kann im Unterschied zu Dreijährigen nicht einmal gehen.
Sein Zuhause: Eine Baustelle in einem 150 Jahre alten Haus, in einer Ruine. „Willi war ja immer ein Arbeiter. Er konnte alles, war geschickt und wollte alles schrittweise renovieren. Er freute sich über sein eigenes Zuhause“, sagt Alexander.
Der 13. März hat alles verändert. Die Lebensplanung ist zerstört. Wie es weiter geht, weiß niemand. Was ist vordringlich? „Das Bad muss behindertengerecht adaptiert werden, laut Kostenvoranschlag macht das fast 25.000 Euro aus. Für das Schlafzimmer werden 10.000 Euro gebraucht, weil ja vom Boden über Decke und Wände alles gemacht werden muss. Dachstuhl 35.000 Euro, Fassade 20.000, Heizkessel 10.000 Euro“, zählt Alexander auf. Der junge Mann arbeitet derzeit auf Hochdruck, kann aber auch nur in seiner Freizeit anpacken. „Was auf acht Jahre geplant war, denn Willi wollte keine Schulden machen und auch alles selber erledigen, weil er im Renovieren Erfahrung hat, soll jetzt sofort alles geschehen“, sagt Alexander.
Eine Zusage gibt es für das betreubare Wohnen in Taufkirchen, „aber Mama weiß nicht, wie sie dort einen neuen Hausstand finanzieren soll“, sagt Alexander. Fixe Zusagen oder finanzielle Überweisungen gab es bisher nicht, nur Absichtserklärungen, „und damit fangen wir nichts an.“ Gut für Willi: Seine Partnerin, die ihn pflegen will. Und Alexander, der die Umbauarbeiten fortsetzt!
Alexander hat noch ein Problem. Die Amtstierärztin wird eine Strafanzeige erstatten, weil er für seine geliebten Lamas keinen großen Auslauf hat. „Im Augenblick kann ich mir den Zaun für den Auslauf nicht leisten, weil ich andere Sorgen habe. Die Tiere sind gut versorgt, aber die Behörde will das nicht einsehen“, ärgert sich der 25-Jährige, der gewohnt ist, in die Hände zu spucken und anzupacken.
es soll ein LAnd geben da gibt es:
1. eine AUVA - Rente
2. PVA - Rente
3. Pflegegeld
4. private Unfallversicherungen.
da sollen schnell 5 bis 6000€ im Monat zusammenkommen... leider gibts das nicht bei uns!
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