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Paradiesische Früchte aus dem Stiftsgarten

ENGELHARTSZELL, LAMBRECHTEN. Wer ihm zuhört, dem schmecken Tomaten nicht mehr, der möchte nur noch Paradeiser vom Klarlbauer: Walter Stockenhuber ist ein Prediger für Bioprodukte.

Stockenhuber und seine Frau Monika sind Selbstvermarkter im besten Sinne des Wortes. Überzeugend und eindringlich predigen sie die vielen Vorteile der bei ihnen gezogenen 200 verschiedenen Sorten von Bio-Paradeisern, -Paprika und -Chilli. 60 verschiedene Obstsorten werden beim Klarlbauer ebenso angebaut wie jede Menge Kräuter und Gemüsepflanzen. Nicht genug damit, erzeugen Walter und Monika Stockenhuber 35 unterschiedliche Nudelsorten. „Pro Jahr verkaufen wir rund 3500 Kilo Bionudeln über mehrere Läden im Raum Oberösterreich“, freut sich Monika Stockenhuber.

Ein Fest zum 25er

Als ob das nicht genug wäre, haben die Stockenhubers mit ihren Produkten in den Glashäusern des Stiftes Engelszell Einzug gehalten. Sie haben den Hörschinger Produktionsstandort dorthin verlegt. „Der große Vorteil war, dass die Infrastruktur in Engelszell bereits vorhanden war. Wasser, Strom und Heizung beziehen wir vom Stift Engelszell“, sagt Walter Stockenhuber über die Gründe seines Einzuges in Engelhartszell.

Übrigens: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Klarlbauern in Blindendorf in Lambrechten findet auf dem Engelszeller Stiftsparkplatz von 6. bis 8. August ein „Bio-Fest der Vielfalt“ statt. Details dazu im rechts abgedruckten Infokasten.

Mit dem Ansiedeln des Biobetriebes Stockenhuber wird die Agenda 21-Gemeinde Engelhartszell ganz ihrem Leitspruch – dem Umsetzen von naturbezogenen Projekten – gerecht. Was verständlicherweise Bürgermeister Pichler und dessen Vorgänger, Landtagspräsident Bernhofer, besonders freut. „Die neu entstandene Vielfalts-Bio-Gärtnerei ist ein weiterer Baustein in der ökologisch nachhaltigen Entwicklung von Engelhartszell“, freuen sich Pichler-Bernhofer.

„Es ist schön, beobachten zu können, wie hier in Engelhartszell die Ballance zwischen Umwelt, Wirtschaft und Sozialem gefunden wird“, sparte auch Grünen-Klubobmann Gottfried Hirz nicht mit Lob.

Details über Paradeiser, – „Tomaten kennen wir nicht“ – Paprika und Chilli verriet bei der Pressepräsentation der Stockenhuber-Glashäuser die Chefin des Hauses Klarlbauer, Monika. Eines davon: „Paprika müssen mindestens einmal umfärben, bis sie reif sind.“

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 29. Juli 2010 - 00:04 Uhr
Von Reinhard Burgstaller
Bild vergrößern Paradiesische Früchte aus dem Stiftsgarten

Es ist angerichtet! Als erste durften Politiker und andere Prominente Paradeiser, Paprika, Chilli & Co verkosten.  Bild: burgstaller

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