Anfang April 1959 trafen sich in Antiesenhofen fünf Männer, um einen Pokalbewerb für Fußballmannschaften, den „Innviertler Cup“ ins Leben zu rufen. Der legendäre Karl Wagner aus Andorf, die Antiesenhofener Rudolf Aichinger und Leo Kornbinder, Heinz Ertl aus Esternberg und der damalige Sportredakteur der Rieder Volkszeitung, Franz Holzner, waren die Initiatoren des Traditionsbewerbs, der auch nach 50 Jahren trotz übermächtiger Konkurrenz durch Profifußball und zahlreicher Fernsehübertragungen kaum etwas von seinem Glanz eingebüßt hat.
Die Gelegenheit für unterklassige Vereine, den „Großen“ ein Bein zu stellen, übt nach wie vor großen Reiz aus. Der eigentliche Auftakt für den Innviertler Cup erfolgte am 23. Mai 1959 mit der Auslosung im Gasthaus Wageneder in Antiesenhofen. 26 Vereine waren bei der Premiere dabei.
Das Startgeld betrug 20 Schilling. Trotz des erfolgreichen Starts drohte dem Cup das rasche Aus. In den folgenden Jahren schrumpfte das Teilnehmerfeld auf 21 (1961) bzw. 15 Vereine (1963) zusammen. Mit dem Fußball-Boom Ende der 1960er-Jahre, der viele Vereinsgründungen zur Folge hatte, ging es auch mit dem Traditionsbewerb rapid aufwärts. Bei der achten Auflage des Cups im Jahre 1973 wurde mit 52 Mannschaften erstmals die Fünfziger-Marke überschritten. Zwei Jahre später betrug die Teilnehmerzahl bereits 61.
Rekord in den 70ernDer Pokalbewerb wurde in den folgenden Jahren immer beliebter. In den 80er-Jahren erlebte der Traditionsbewerb seine Hochblüte, da kickten mehr als 70 Vereine um die bronzene Cup-Trophäe. Highlight war das Jahr 1985 mit 78 Klubs, darunter dem späteren Bundesligisten SV Ried. Dass sich auch die Unterhausvereine immer professioneller auf die neue Saison vorbereiten, machte dem Innviertler Cup zu schaffen. Viele Teams wollten nicht mehr teilnehmen, weil in der Sommerpause für die müden Kickerbeine kaum Zeit zum Regenerieren blieb. Deshalb entschloss sich das Cup-Komitee 2001 zu einer Reform. Mit der Austragung von Vorrunden-Turnieren wurde die Cup-Phase auf vier Wochenenden verkürzt. Seither nimmt das Teilnehmerfeld wieder zu. 2007 spielten 55 Vereine um die Cup-Trophäe.
Zum Jubiläum hat Cup-Vorsitzender Reinhold Klika ein großes Ziel. „Beim 50. Geburtstag möchten wir bei den Anmeldungen die 50er-Grenze überschreiten.“ Die OÖN, Rieder/Schärdinger Volkszeitung und die Braunauer Warte am Inn als neuer Medienpartner werden alles daransetzen, damit diese Marke tatsächlich überschritten wird.
Für Spätentschlossenen wurde die Anmeldefrist bis 17. Juni verlängert. (elha/marei)
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