Die Verzögerungen beim Einkaufszentrum „Citycenter“ machen die Interessenten an einem Einkaufszentrum am Messegelände hellhörig. Sie wollen nun ihre Pläne wieder aktivieren. „Wir haben nach wie vor großes Interesse. Schließlich hat es geheißen, Ende August sei die Deadline für das Kastner & Öhler-Projekt“, bestätigt Projektleiter Johann Maurer auf Anfrage der Rieder Volkszeitung. „Die Zeit ist reif dafür, endlich etwas zu machen“, unterstreicht Maurer die Pläne, am Messegelände ein Einkaufszentrum zu verwirklichen. Ried komme außerdem immer mehr in Zugzwang: „In Ried wird man die Einkaufszentren von Vöcklabruck, Wels, Linz und Passau immer mehr spüren“, sagt Maurer.
Keine Alternativen
Der Projektleiter des K&Ö-Einkaufszentrums, Reinhard Wittreich, war für keine Stellungnahme erreichbar. Er hatte Ende Juni verkündet, Ende August den Baubeginn für das Citycenter bekannt geben zu wollen. Man wolle das Projekt noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen, so Reinhard Wittreich.
Bürgermeister Albert Ortig zeigt Verständnis dafür, dass gewisse Zeitschienen nicht eingehalten werden können. Er sagt dazu:
„Ich verstehe, dass man bei solchen Investitionen nicht alles aus dem Ärmel schütteln kann, Zeiträume lassen sich nicht immer so genau planen.“ Das Investment mit allen Mietverträgen werde derzeit unter Dach und Fach gebracht. „Daran wird glaubhaft gearbeitet“, so Ortig, der seinen Optimismus unterstreicht: „Bisher wurde alles, das mir von den Betreibern mitgeteilt worden ist, auch eingehalten.“
Für den Innenstadt-Standort eines Einkaufszentrums gebe es keine Alternative: „Das ist zwar der teuerste Standort, aber auch der einzige, der den Innenstadthandel unterstützt und nicht kaputt macht.“
SP-Vizebürgermeister Michael Steffan kritisiert, dass keine Informationen über den Stand des Projektes bekannt seien. Die Frist sei ohne konkrete Kontaktnahme der Betreiber verstrichen, sagt Steffan. Dass die Interessenten für ein Einkaufszentrum am Messegelände wieder aktiv seien, kommentierte Steffan so: „Das könnte jetzt wieder spannend werden!“
Für den Rieder Vizebürgermeister sei die Innenstadtentwicklung besorgniserregend: „Ich bin dieser Tage durch die Neugasse auf den Rossmarkt gegangen – wenn man die vielen leer stehenden Geschäfte sieht, glaubt man, man geht durch eine Geisterstadt ...“ Es heiße immer, Einkaufszentren würden die Innenstädte vernichten: „Wir haben kein Eínkaufszentrum und doch eine leere Innenstadt“, sagt Michael Steffan.
„Wir wissen gar nichts“, sagt auch FP-Vizebürgermeister Ernst Reiter. Dass einige Grundstücke nun nun tatsächlich verkauft worden sind, stimme ihn positiv: „Wir sind guten Mutes, dass das Projekt nun doch etwas wird.“
Dennoch sei die Zeit für eine Entscheidung gekommen: „Wir wollen’s jetzt endlich wissen! Schließlich sind wir das auch unseren Kaufleuten schuldig, die für die Zukunft planen müssen“, sagt Reiter.
*
Wie denken Sie, verehrte Leserinnen und Leser darüber? Sagen Sie uns Ihre Meinung zu den Einkaufszentrums-Projekten in Ried und schicken Sie uns eine Mail an: ried@nachrichten.at
gehört in Ried NIEMALS auf´s messegelände, denn die bezirksstadt ist einige von wenigen in österreich, welche hier genügend fläche für diverse veranstaltungen (zirkus, sport, freizeit....) hat und auch nutzen sollte!
daher sind die messefuzzies u. stadtgemeinde gefordert veranstaltungen auf diese bereiche zu holen um geld in die stadtkasse zu bringen!
hoffentlich rollen demnächst schon die bagger beim NEUEN zu errichteten K&Ö-Center an! 
94-Jähriger fiel auf Trickbetrüger rein - Bankmitarbeiter rief Polizei
Skandale und Verluste: 2011 war für Telekom Austria ein Jahr zum Abhaken
Erstes Monte Carlo-Training abgebrochen
Landesrechnungshof-Direktor Brückner: „Man muss eine dicke Haut haben“
Gekreuzigte Schweine: Anzinger darf nicht ausstellen