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Landwirt trägt keine Mitschuld an tödlichem Sturz in Jauchegrube

EBERSCHWANG. Der 27-jährige Eberschwanger Roland Dornstauder wird am Freitag beerdigt. Er ertrank Sonntagfrüh nach einem Fest der Landjugend beim Ofner in Zeiling in einer Jauchegrube. Die Polizei hat mittlerweile ein Mitverschulden des Landwirtes ausgeschlossen. Die Grube war gesichert.

„In Eberschwang sind alle sehr, sehr betroffen. Ich habe Dornstauder ein paar Mal am Gemeindeamt getroffen, er war ein sehr netter junger Mann“, sagt Bürgermeister Josef Bleckenwegner. Roland Dornstauder wurde erst am Montagabend von der Feuerwehr in der Jauchegrube tot gefunden.

Der Anlagenmonteur bei der Lenzing AG besuchte am Samstag die „Russn Party“ der Landjugend, die erstmals beim Ofner in Zeiling stattfand. Gegen 2.30 Uhr wollte Roland Dornstauder das Fest verlassen und mit dem Heimbringerbus nach Hause fahren. Da dieser bereits voll besetzt war, wurde er aber auf den nächsten vertröstet.

Darauf wollte der junge Mann nicht warten und machte sich zu Fuß auf den Weg. Der 27-Jährige nahm eine Abkürzung hinter dem Bauernhof, überwand Hölzer und weitere Hindernisse und brach in die Jauchegrube ein. Diese war laut polizeilichen Ermittlungen mit Pfosten abgesichert. Die Pfosten waren mit einer bis zu 20 Zentimeter dicken Erdschicht bedeckt und zudem dicht bewachsen. Dornstauder konnte nicht erkennen, dass sich an dieser Stelle überhaupt eine Pumpöffnung befand.

Der Anlagenmonteur brach ein und ertrank hilflos.

Nachdem Dornstauder auch am nächsten Morgen noch nicht zu Hause war, wurde eine Suchaktion gestartet. Nach einem Hinweis, dass er in die Jauchegrube gestürzt sein könnte, alarmierte die Polizei die Feuerwehr, die nach dem Vermissten zu suchen begann. Die Jauchegrube wurde ausgepumpt.

Der Einsatz war auch für erfahrene Helfer sehr belastend. Jürgen Bauchinger, Feuerwehrkommandant der FF Eberschwang, kletterte als erster in die Grube. „Wír sind mit schwerem Atemschutz hinuntergestiegen und haben Dornstauder geborgen“, sagt Bauchinger. Für derart schwierige Bergungen würden nur erfahrene Helfer eingesetzt.

Die Polizei schließt Fremdverschulden beim Sturz aus.

Um Roland Dornstauder trauern seine Eltern Ernestine und Rudolf sowie seine beiden Brüder Harald und Lukas.

Heute, Donnerstag, 19.30 Uhr, wird für den Verstorbenen in der Pfarrkirche Eberschwang gebetet. Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 20. August, um 14 Uhr statt.

Kommentare
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Artikel 19. August 2010 - 00:04 Uhr
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Roland Dornstauder ertrank hilflos.  Bild: privat

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