In Mörschwang, der kleinsten Gemeinde im Bezirk, scheitert der Internet-Auftritt derzeit an den Kosten und den Personalreserven. „Wir haben nur 1,3 Bedienstete und wenn man die Seiten gut und aktuell machen will, dann ist das arbeitsintensiv“, sagt Amtsleiter Johann Hebertshuber.
Wer zu spät kommt, den bestraft das virtuelle Leben, das weiß jetzt die Gemeinde Gurten, die seit knapp einem Jahr einen Online-Auftritt hat.
Adresse weggeschnapptDenn die Adresse www.gurten.at hat sich längst ein Wiener Unternehmen, das Gurte, Seile und Klebebänder vertreibt, an den Nagel gerissen. „Es gab harte lange Verhandlungen um die Adresse mit der Firma, aber es war nichts zu machen“, erzählt eine Gemeindemitarbeiterin. So blieb der Innviertler Kommune nur die umständlich Adresse www.gurten-at.com, die man bei der Google-Suche mit Stichwort „Gurten“ erst auf der dritten Seite findet. Leider lässt der Internet-Auftritt der Gurtner zu wünschen übrig. Der Veranstaltungkalender ging bei unserer Recherche beispielsweise nur bis Juli 2010.
In Andrichsfurt und Geiersberg heißt es, dass der Internet-Auftritt fix geplant sei, sich aber aufgrund von Personalumstellungen verzögert hat.
Eitzings Bürgermeister Friedrich Freund will das Thema Homepage im Herbst angehen. „Wir wollen kein weißer Fleck auf der virtuellen Landkarte sein. Bisher hat das ein Privater gemacht, der weggezogen ist“, sagt der junge Ortschef. Die Adresse www.eitzing.at ist jedenfalls bereits reserviert.
In der kleinen Gemeinde Wippenham ist der Internet-Auftritt noch eine Baustelle und das wird wohl nach dem Abgang des für das Internet verantwortlichen Mitarbeiters noch länger so bleiben.
In Kirchdorf am Inn wünschen sich etliche Bürger einen Internet-Auftritt. „Das Ganze ist aber natürlich auch kostenintensiv, aber es ist in Planung“, sagt Inge Wimmer vom Gemeindeamt.
Die meisten Kommunen im Bezirk Ried erstellen ihre virtuellen Gemeindeschaufenster mit Hilfe des Unternehmens gemdat. So ähneln sich die Auftritte teilweise stark, die Einträge sind aber je nach Engagement der Verantwortlichen mehr oder weniger aktuell.
Die Stadt Ried schnitt bei unserem Internet-Test am besten ab. Die Seiten bieten viel Bürgerservice und werden übersichtlich und top aktuell präsentiert.
Dass Tourismusgemeinden mehr auf ihren Internet-Auftritt Wert legen (müssen) als andere, beweist Geinberg. Hier gibt es nicht nur für Einheimische, sondern vor allem für Touristen viele interessante Informationen. Dass Gemeinderatsbeschlüsse den Gemeindebürgern auf den Webseiten vorenthalten werden ist ein Minuspunkt. Laut Bürgermeister Bernhard Schöppl hätte es diesbezüglich aber noch nie Kritik gegeben.
Dass die Gemeinde Reichersberg als Tourismusgemeinde bisher auf eine eigene Internet-Plattform verzichtet, ist nicht ganz nachvollziehbar. Personalmangel sei der Grund, heißt es bei der Gemeinde. Hier kommt man über das Stift Reichersberg zu Informationen.
Das Kulturdorf Europas Kirchheim ist auch webmäßig gut unterwegs. Hier werden aktuelle Fotos und Medienberichte über Kulturaktivitäten publiziert.
Noch nicht angekommen ist im Bezirk Ried das „Web 2.0“. So gibt es keine Blogs von Bürgermeistern oder Facebook-Gruppen, Nur auf der Homepage von Ort im Innkreis wird zu einer Facebook-Community zum Thema „Einkaufszentrum“ verwiesen.
Etwa 300 Euro Kosten pro Jahr entstehen einer Gemeinde für den Internet-Auftritt plus die Arbeitszeit der Gemeindemitarbeiter, die die Seiten warten.
Ich finde die Art und Weise wie über unsere Homepage in der Rieder Volkszeitung berichtet wird als sehr unqualifiziert!
1. ist die offizielle Adresse nicht "www.gurten-at.com" sondern "www.gemeinde-gurten.at"!
2. wenn ich den Satz lese: „Leider lässt der Internet-Auftritt der Gurtner zu wünschen übrig.“ , da stellt es mir die Haare auf! Wer sich unsere offizielle Homepage ansieht, kann sich selbst davon überzeugen, wie aktuell und umfangreich sie ist.
3. waren es mit der Firma Lotteraner, die www.gurten.at inne hat, weder lange, noch harte Verhandlungen. Wir fragten lediglich bei Geschäftsführer Hubert Lotteraner an, ob er die Adresse freigeben würde. Als dieser ablehnte, entschied sich die Gemeinde Gurten für www.gemeinde-gurten.at, und die Sache war erledigt.
4. es wäre wünschenswert, sich bei den Gemeindevorständen (Amtsleiter oder Bürgermeister) zu informieren, bevor solche negativen Berichte die Öffentlichkeit erreichen!
Ich finde die Art und Weise wie über unsere Homepage in der Rieder Volkszeitung berichtet wird als sehr unqualifiziert!
1. ist die offizielle Adresse nicht "www.gurten-at.com" sondern "www.gemeinde-gurten.at"!
2. Wer sich unsere offizielle Homepage ansieht, kann sich selbst davon überzeugen, wie aktuell und umfangreich sie ist.
Wenn ich den Satz lese
Was soll die Diskussion um das Internet - unser Bürgermeister Josef H. hat ja noch nicht einmal eine eigene Mailadresse - obwohl er schon mehr als 20 Jahre im Amt ist!
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