Philipp Huspek, Marcel Ziegl, Lukas Gabriel – diese Burschen repräsentieren die harte Arbeit, die in der Akademie OÖ West geleistet wird. Um die Quote jener, die den Sprung in die Bundesliga schaffen, zu erhöhen, findet unter der Leitung von Helmut Prellinger ein Umdenk-Prozess statt. „Bei uns gibt es keine Co-Trainer mehr. Ihre Aufgabe besteht jetzt darin, als Individual- und Entwicklungstrainer mit den besten Spielern intensiv zu arbeiten. Wir wollen mehr über die Spieler wissen“, erklärt Prellinger.
70 Prozent dieser individuellen Betreuung der Spieler ist darauf ausgerichtet, an einer Stärke zu arbeiten und diese zu perfektionieren. „Wenn man den Sprung in die Bundesliga schaffen will, dann muss sich der Spieler zumindest in einer Sache von seinen Konkurrenten abheben. Ist einer zwar überall gut, aber in keinem Bereich herausragend, dann wird es schwierig für ihn“, so der Akademie-Leiter.
Zwei Stunden pro Woche wird mit den besten Kickern einer Mannschaft individuell und intensiv trainiert. „Dabei ist positionsspezifisches Denken besonders wichtig. Die neue Form des Trainings ist eine große Aufgabe für die Trainer. Es muss ein Umdenken einsetzen. Für mich sind die Individualtrainer fast noch wichtiger als die Mannschaftstrainer“, so der 43-Jährige.
Da sich ein Fußballer nicht allein über seinen Sport identifiziert, steht in der Rieder Talentschmiede auch die Persönlichkeitsentwicklung auf dem Programm. Dabei sollen die Burschen, trotz der straffen Strukturen in denen sie leben, ihren Charakter beibehalten. „Man kann einen Menschen nicht ändern. Wenn sich einer durchsetzen kann und seine Ellbogen benützt, dann wollen wir ihm diese Eigenschaft nicht abtrainieren, sondern lenken. Auf dem Spielfeld kann er sich frei entfalten, im Internat oder in der Schule wäre so ein Verhalten weder zielführend noch angebracht“, weiß Helmut Prellinger.
Philipp Huspek ist einer jener Akademie-Spieler, die mittlerweile zum Kader der Kampfmannschaft der SV Josko Ried gehören. „Das freut mich besonders. Unsere Arbeit ist damit aber nicht beendet. Wir beobachten und arbeiten mit den Spielern weiter. Dabei stellen wir uns die Frage, was hätten wir besser machen können und was war gut? Nur so entwickeln wir Trainer uns weiter“, zeigt sich Helmut Prellinger selbstkritisch.
Die Leistung seiner Burschen findet der Akademie-Leiter absolut bewundernswert. „Nur so geht es. Und wir helfen den Spielern, das Besondere herauszuarbeiten.“
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