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Vom Mineralienfieber gepackt: Sammler stellen ihre Schätze aus

RIED. Wenn 62 Aussteller aus zahlreichen europäischen Ländern, aber auch aus China, Pakistan, Marokko, am Sonntag in Ried ihre Schätze zeigen, schlägt das Herz der Mineraliensammler höher.

Am Sonntag ist es wieder so weit. In der Messehalle 16 findet von 9 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt die 18. Grenzland-Mineralien- und Fossilienbörse statt. „Börse hat einen herben Beigeschmack, mir ist lieber Ausstellung, bei der man schauen, kaufen und tauschen kann“, sagt Josef Stempfer, pensionierter Gendarm aus Eberschwang und Obmann der Rieder Mineralienfreunde.

Josef Stempfer ist seit 40 Jahren ein Besessener. Ihn hat das Mineralienfieber schon vor 43 Jahren gepackt. Auch er ist wie die meisten Sammler „infiziert worden und das Fieber hat mich nicht mehr losgelassen.“ Sein Haus in Eberschwang gleicht einer großen Ausstellung. „Andere Leute haben weniger Platz zum Wohnen als du für deine Steine“, sagt seine Gattin.

Vom Hausruck bis Sibirien

Josef Stempfer sammelt, be- und verarbeitet Steine und handelt auch. Er kennt die Welt der Mineralien und war auch schon in vielen europäischen Ländern sowie auch schon in Namibia und Sibirien. Seine Sammlung umfasst 1800 verschiedene Mineralien aus aller Welt. Bestimmen kann er mehrere Tausend!

Wen bezeichnet Josef Stempfer nun als Mineraliensammler? „Im Verein sind wir 68 Mitglieder, die Leute gehen gerne in die Berge, nehmen körperliche Anstrengungen auf sich und sind vom Such-Fieber gepackt“, sagt er. In Österreich ist das Habachtal im Pinzgau eine gute Fundstelle. Es gibt wunderschöne Smaragde, von denen nur fünf Prozent aufgrund der Reinheit schleifbar sind, der Rest sind Sammlerstücke.

Der Wert der Mineralien ist dem Laien oft nicht bewusst. Alexandrit aus dem Ural ist wertvoller als Diamanten. „Charoit gibt es nur in Sibirien und ist ein wunderbares Schmuckmineral, die schönsten Lapis laculi kommen aus Afghanistan“, sagt Stempfer. „Die Reinheit macht den Wert aus,“ fügt er hinzu.

Steine oder Mineralien?

Den Unterschied zwischen Stein und Mineralien erklärt der Eberschwanger so: „Steine sind ein Mineralgemenge, Mineralien sind rein oder fast rein.“ Er warnt vor Scharlatanen, weil Mineralien oft auch gefälscht werden.

Die Mineralienfreunde treffen sich jeden 1. Freitag im Monat um 20 Uhr im Gasthof Zuser in Ried. Jedermann ist eingeladen, dorthin zu kommen. Es gibt Vorträge, Fachsimpeleien und jedes Mal einen anderen Themenschwerpunkt. Der Verein organisiert auch Exkursionen und gesellige Zusammenkünfte.

Kommentare
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Artikel 11. Februar 2010 - 00:04 Uhr
Von Gerd Rabe
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Auch die Arbeit am Schleifstein gehört für Josef Stempfer zum Sammler-Alltag.  Bild: gerd rabe

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