Die passende musikalische Lade für „Dickschädlat“ zu finden, ist nicht einfach. Problemloser ist es schon, zu beschreiben, was die fünf Musiker singen: Nämlich Texte von Hans Schatzdorfer und Franz Stelzhamer.
Markus Edtbauer aus Pramet hatte vor eineinhalb Jahren die Idee, Mundartgedichte zu vertonen. Gemeinsam mit vier Freunden hat er diese Idee umgesetzt und aus Texten der Prameter Mundartdichter moderne Lieder geschaffen.
Hört man Markus Edtbauer zu, wenn er erzählt, wie die Lieder entstanden sind, so spürt man die Leidenschaft und die Leichtigkeit, die in diesen Liedern stecken. „Schon seit Jahren habe ich mich mit den Gedichten von Stelzhamer und Schatzdorfer beschäftigt und irgendwann habe ich begonnen, die Texte zu vertonen. Es ist mir ganz leicht gefallen, und dann ist das Lied für Lied dahingegangen.“ Inspiriert habe ihn dabei der Dichterweg in Pramet, auf dem er immer wieder mit den Texten der Prameter Mundartdichter konfrontiert worden war.
Als Musikpädagoge hat Markus Edtbauer eine klassische Musikausbildung in Gesang und Klavier genossen. „Ich wollte aber einen eigenen musikalischen Weg gehen und hab mich irgendwann der Volksmusik zugewandt“, sagt er und erzählt von Auftritten in einem Männerdreigesang beim Salzburger Adventsingen. Fast im selben Atemzug aber kommt dann der Hinweis: „In den neuen Mundartliedern kommt aber überhaupt nichts Volksmusikalisches vor!“
Komponiert hat die Lieder der Prameter Musiklehrer, arrangiert haben die Lieder die Musiker gemeinsam. Die Musiker, das sind Eva Schneider (Saxophon), Clemens Roßboth (Akkordeon), Stefan Kastner (Bass, Gesang) und Thomas Schmid (Schlagzeug). „Eva, Rossi, Schmidl und Kasti waren sofort offen für meine Ideen, und gemeinsam haben wir uns die Lieder zurechtgespielt“, erklärt Markus Edtbauer. Er singt, spielt Klavier und steuert Akkordeonklänge bei.
Ein ehrlicher Dialekt
Von unzeitgemäß sei in den Texten Stelzhamers und Schatzdorfers keine Spur. Mehr noch: „Die Gedanken sind überzeitlich, noch immer aktuell. Sie nützen sich nicht ab“, sagt Markus Edtbauer. Wichtig sei ihm gewesen, die Texte authentisch zu vermitteln. „Ich hab sie eins zu eins übernommen, es ist ehrlicher Dialekt. Und es sind Texte, in denen ich mich wiederfinde“, sagt er.
Am 6. und 7. Februar sind „Dickschädlat“ bei zwei Auftritten im Rieder KiK zu hören. „Für´n Himmö z´weng guat, für´n Teufö z´weng schlecht“ lautet der Titel der Veranstaltungen. Dabei liest der Höhnharter Mundart-Interpret Martin Moser zwischen den Liedern Texte von Stelzhamer und Schatzdorfer in der Originalfassung. Die Veranstaltung am Samstag ist ausverkauft, Beginn am Sonntag, 7. Februar, ist um 17 Uhr. Karten: Thalia, Raiba.
Tja, welchen Musikstil pflegen „Dickschädlat“ nun wirklich? „Jetzt wird's schwer“, sagt Edtbauer, überlegt und sagt: „Eine Mischung aus Folk, Balladen, Pop – mit jazzigen Anklängen.“ Infos und Hörproben: www.dickschädlat.at
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