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Wirte gesucht: Gasthäuser stehen leer

BEZIRK RIED. Vom Jagawirt in Neuhofen über den Dorfwirt in Mehrnbach und den Kugelwirt in Ried bis hin zur Seeklause in Pramet und dem Landgasthof zur Alm in Mehrnbach – für all diese Gasthäuser im Bezirk werden neue Pächter gesucht.

Wirte gesucht:

Landgasthaus zur Alm in Mehrnbach Bild: Gerd Rabe

Aber zuerst einmal gleich die gute Nachricht, denn eine Suche kann bereits abgehakt werden. „Ich eröffne am 7. Mai, um 17 Uhr, den Kugelwirt in Ried wieder und werde das Lokal selber führen“, sagt Wolfgang Anzengruber, Besitzer des Kugelwirtes und gelernter Koch und Kellner. Das Lokal ist seit Ende Jänner geschlossen. Zum Entschluss, das Wirtshaus wieder selbst zu führen, ist Anzengruber gekommen , „da ich etliche Pächter hatte und jede Menge Probleme mit ihnen.“ Der Gastronom will sein Lokal nur abends öffnen. Mit dem Essensgeschäft zu Mittag sei nichts zu verdienen, die Leute würden nur Wasser trinken und es gäbe bereits in Ried genug Wirtshäuser, die Menüs anbieten. Anzengruber will den Kugelwirt von Montag bis Freitag aufsperren. Für das Wochenende plant er, die Räumlichkeiten für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen.

Neue Herausforderung

Der Landgasthof zur Alm ist ein Klassiker unter den Ausflugsgasthäusern mit einem schönen Garten samt toller Aussicht und erfreut sich großer Beliebtheit. „Wir wollen uns verändern und suchen ab sofort einen Nachpächter“, sagt die derzeitige Betreiberin Silvia Fink. „Die fünf Jahre hier haben uns gut gefallen. Das Geschäft läuft sehr gut und ist eine gute Adresse. Aber wir wollen uns neu orientieren, denn man muss auch an sich denken.“

Der Dorfwirt ist das zweite Wirtshaus in Mehrnbach, das einen Pächter sucht. „Die letzte Pächterin hat ihre Sache gut gemacht, die Küche war super. Sie hat das Lokal alleine geführt und war mit dem Umsatz zufrieden. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie zusperren“, erklärt Josef Hötzinger von der Gemeinde Mehrnbach. Auch Bürgermeister Peter Bahn bedauert, dass der Dorfwirt zu ist. „Und das Wirtshaus in Riegerting steht auch zum Verkauf.“
Helmut Posch, Gemeindesekretär von Neuhofen, spricht eine Problematik an, warum Gasthäuser zusperren müssen oder kaum Pächter finden. „Wir von der Musik gehen nach der Probe ins Wirtshaus, so verfallen wir nicht der Vereinsmeierei und treffen Leute.“ In vielen Orten gebe es Vereine mit eigener Ausschank und das sei der Tod der Dorfwirtshäuser. „Wenn wir zum Neujahrsanblasen kommen, soll der Wirt spenden. Aber wenn er kein Geschäft macht, kann er nichts hergeben“, erklärt Posch seine Treue zum Wirt.

Der Jagawirt in Gobrechtsham ist ein ideales Wanderziel für die Rieder Bevölkerung und sucht ebenfalls einen Pächter. Das Wirtshaus ist nach wie vor in Familienbesitz.

Idyllisch und verträumt liegt die Seeklause am Prameter Badesee. Seit Ende Februar ist der Betrieb geschlossen. „Im Sommer ist die Klause immer sehr gut frequentiert Das Lokal ist super“, sagt Patrick Mayer von der Gemeinde Pramet.

Neben den erwähnten Wirtshäusern gibt es eine ganze Reihe in der Region, die ebenfalls zu verpachten sind oder deren jetzige Betreiber in absehbarer Zeit zusperren werden. Allerdings gibt es auch Fälle, wo sich Wirte getraut haben, zu investieren und das Geschäft gut läuft. Die Volkszeitung wird darüber berichten. 
 

von hansalbers (23) · 17.04.2012 15:16 Uhr
oft...

... übernehmen aber auch leute das wirtsgeschäft, die keine ahnung davon haben und dann wundern sich die verpächter, wenn die maut ausbleibt...

(0)
von mausfanger (23027) · 12.04.2012 19:36 Uhr
die meisten der genannten wirte kenne ich noch ...

aus meinen "wüd`n" zeiten ... wirklich schad`drum!
zb. die brotzeiten im gastgarten oder die bälle auf der oam hatten einen gewaltigen wichtigkeitsfaktor ... loang is`s her ...

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Artikel rabe 12. April 2012 - 00:04 Uhr
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