Es ist schon kurios, was übers Jahr so alles am Fundamt abgegeben wird. Noch kurioser ist es allerdings, dass viele verlorene Dinge nicht vermisst werden.
Ein Laptop oder eine Nintendo-Spielkonsole gehören normalerweise nicht zu jenen Dingen, die einem durch Unachtsamkeit aus der Jackentasche fallen oder die man gedankenverloren am Kaffeehaustisch vergisst. Wer teure elektronische Geräte dieser Größenordnung nicht vermisst, hat entweder keinen Bezug zu materiellen Werten oder ein Problem.
Interessant ist allerdings, dass auch Schultaschen tagelang nicht vermisst werden. Psychologen fänden hier wohl reihenweise Ansätze für Erklärungen und Analysen. Die Bandbreite reichte wohl von frühkindlichen Traumata bis hin zu Fehlern im Schulsystem, was schlimmstenfalls in einem Plädoyer für die Gesamtschule enden würde.
Verloren und/oder gefunden hat wohl schon jeder einmal irgendetwas. Was liegt näher, als am Fundamt nachzufragen, ob dieses Etwas nicht doch von einem ehrlichen Finder abgegeben wurde? Meine verschwundene, zerschlissene Lieblings-Jean wird auch am Fundamt nicht auftauchen. Aber das ist eine andere Geschichte.
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