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Eitzinger hat 50 schweinische Mitbewohner auf seinem Hof

EITZING. 50 Wollschweine fühlen sich am Hof von Anton Nußbaumer „sauwohl“. Bis zur Schlachtung dürfen sie so leben, wie es ihrer Art entspricht. Dann werden sie zu leckerem Geselchten, Surspeck und Würsten verarbeitet.

Eitzinger hat 50 schweinische Mitbewohner auf seinem Hof

Anton Nußbaumer umhegt seine Schweine. Bild: Rabe

„Feichti‘s Bauerngeselchtes“ ist bereits zum Begriff für Feinschmecker geworden. Wie in der Rieder Volkszeitung kürzlich berichtet, produziert Josef Feichtinger aus Eitzing auch Spezialitäten vom Wollschwein. Um diese Schmankerl regelmäßig anbieten zu können, hat er sich mit Anton Nußbaumer zusammengetan. Dieser züchtet für ihn Wollschweine, sogenannte Mangalitza.

Artgerechte Haltung

„Wir haben uns rund 40 Schweine aus Ungarn geholt. Schon nach zwei Tagen gab es Junge, daher habe ich mir einen Saubären zugelegt. Die Vermehrung funktioniert gut“, ist Anton Nußbaumer zufrieden. Er hält die Wollschweine so, wie es die Tiere lieben. Sie können ins Freie gehen und bekommen nur hofeigenes Futter, wie Getreide, Heu und Gras, keinesfalls aber Soja oder anderes Kraftfutter. Sie dürfen fressen was und wie viel sie wollen.

Bis ein Schwein schlachtreif ist, dauert es gut eineinhalb Jahre. „Das heißt, es lebt doppelt so lange wie ein normales Schwein“, erklärt Nußbaumer.

Das Ergebnis ist hervorragend. Das Fleisch und der Speck zeichnen sich durch einen besonderen Geschmack aus, der Surspeck ist ein kulinarischer Höhepunkt. Anton Nußbaumer arbeitet im Nebenerwerb beim Landesverband für Leistungsprüfung. Dabei prüft er in Schlachthöfen die Qualität von Schlachttieren. Den Wollschweinen stellt er ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Dass sich die geselligen Tiere bei ihm sauwohl fühlen, ist zu spüren.

Nußbaumer behandelt sie wie Mitbewohner auf dem Hof und die zutraulichen Tiere scheinen das zu merken. Der Eitzinger Wollschweinzüchter ist auch Mitglied der Arche Austria, welche die Erhaltung gefährdeter seltener Tierrassen sicherstellt.

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Artikel Von Gerd Rabe 10. Juni 2009 - 00:04 Uhr
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