ePaper | iPad | 
Anmelden
 |  A A A

 
Donnerstag, 24. Mai 2012, 12:05 Uhr Linz  21°C ·  Eferding  19°C ·  mehr Wetter »
Oberösterreich  > Innviertel  > Braunauer Warte am Inn

Überraschender Rücktritt Opposition hat’s nun schwer

HOCHBURG-ACH. Karl Lugmayr ist nur noch bis Ende dieses Monats Bürgermeister von Hochburg-Ach. Nur die ÖVP hat bislang einen neuen Kandidaten nominiert.

Johann Reschenhofer ist schon jetzt Vizebürgermeister. Dass er bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl für die ÖVP als Spitzenkandidat ins Rennen geht, ist bereits beschlossen. Die drei Oppositionsparteien in der Gemeinde haben noch keine Entscheidungen getroffen.

„Ich bin seit 25 Jahren im Gemeinderat, seit fast 15 Jahren Bürgermeister. Ich habe mir die Entscheidung reiflich überlegt. Die Gründe sind persönlicher Natur. Ich freue mich riesig auf ein ruhigeres Leben und auf mehr Zeit für mein Enkerl“, sagt Lugmayr. Die Bevölkerung hat er in einem Rundschreiben bereits informiert.

Keine Zeit zum Aufbau

Der überraschende Rücktritt Lugmayrs lässt Johann Mersch, Fraktionsvorsitzender der örtlichen FPÖ, befürchten, dass die Bevölkerung zwischen unqualifizierten Kandidaten wählen muss. Sich vorbereiten und Kandidaten aufbauen – dafür sei die Zeit nun zu kurz, begründet er. Und weiter: „Die ÖVP tut sich leichter, aber auch Johann Reschenhofer hat nur wenig Zeit zum Einarbeiten gehabt.“

Dass er nur knapp ein Jahr nach der Wahl zurücktritt kommentiert Lugmayr so: „Im Leben ergibt sich halt öfter mal was. Ich bin ein Mensch, kein Computer. Meine Entscheidung ist zu akzeptieren.“

SP-Gemeindevorstand Horst Grumbach glaubt nicht, dass Wahlstrategie hinter Lugmayrs plötzlichem Entschluss steht. Mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen, vielleicht zu wenig Rückhalt in seiner ÖVP-Fraktion, das sieht er eher im Hintergrund.

Auf Kandidatensuche

Grumbachs Pläne, die Parteiarbeit in ein bis zwei Jahren an neue, gute Leute zu übergeben, hat der noch amtierende Bürgermeister aber durchkreuzt. Ob die SPÖ einen Kandidaten stellt, ist noch nicht entschieden. „Es ist nicht so einfach, jemanden zu finden, der sich diese Last aufbürden will“, sagt Grumbach.

Heinricht Taitl hat für die Initiative PRO, die seit 2009 im Gemeinderat ist, auch noch keine Entscheidung getroffen, was die Wahl betrifft. Er findet schade, wenn jemand mit Erfahrung nicht mehr da ist, wünscht sich aber vom Nachfolger, dass er offen ist, nicht mehr den alten Strukturen verhaftet.

Hochburger und Acher

Vizebürgermeister Johann Reschenhofer (ÖVP) ist in der Politik ein Quereinsteiger. Und betont, sowohl in Hochburg als auch in Ach verwurzelt zu sein. Die Geschäftsführung im Maschinenring hat er abgegeben, um ab September die Gemeinde leiten zu können.

Das Klima im Gemeinderat stabilisiere sich wieder und es sei beschlossen, dass Ach Kindergartenstandort und Hochburg Volksschulstandort werde, nimmt Reschenhofer zu heißen Eisen in der Gemeindepolitik Stellung.

„Dass die finanzielle Ausstattung für die Gemeinden wieder besser wird“, wünscht Karl Lugmayr seinem Nachfolger. Lugmayr scheidet aus allen Ämtern komplett aus, er will keinen „lauwarmen“ Abschied. Er wird dann wieder in Vollzeit als Polizist in Braunau im Einsatz sein.

1
Bescheidenes Projekt Franz Xaver Gruberweg · von maislinger (153) · 21.08.2010 22:40 Uhr

Der Nachfolger von Bürgermeister Karl Lugmayr
hat dann sicher auch die Möglichkeit das 450.000 Euro Mamut-Projekt Franz Xaver Gruberweg zu überdenken.
Das weltbekannte Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" und sein in Hochburg-Ach geborener Komponist benötigen keine sechs über drei Meter hohen Bronze- und Stahl-Figuren und -Platten.
Der Stille und Heiligkeit würde eine bescheidenere und schönere Gestaltung mehr entsprechen. Dafür würden sicher zehn oder zwanzig tausend Euro reichen.
Ich habe mich in den letzten Tagen etwas umgehört und überall Verwunderung und Ablehnung über dieses "Zukunftsprojekt" gehört. Nur eigenartig, dass es in Hochburg-Ach keiner offen ausspricht.

Dr. Andreas Maislinger
Innsbruck

(0)
Artikel 19. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Monika Raschhofer
Bild vergrößern Überraschender Rücktritt Opposition hat’s nun schwer

Johann Reschenhofer  Bild: priv

Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

Bitte beachten Sie die Forumsregeln


  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10? : 


Meistgelesene Artikel   mehr »