Bis spätestens Ende des Jahres sollten sämtliche Tiere aus dem Tierheim entfernt sein. So steht es im Schreiben von der Bezirkshauptmannschaft vom 1. Dezember an die Stumme- Brüder-Stiftung als Eigentümerin von Pro Animale. Bis Redaktionsschluss musste noch kein Tier den Hof verlassen und höchstwahrscheinlich ist mit einer Zwangsräumung heute nicht mehr zu rechnen. „Wir versuchen, die Fristen so großzügig wie möglich festzulegen“, sagt Angela Stoffner von der Bezirkshauptmannschaft Braunau, „aufheben können wir das Verfahren aber nicht.“
Bis 15. Dezember hätte Pro Animale eine Tierbestandsliste bei der BH einreichen sollen. Aufzeichnungen wurden keine vorgelegt, stattdessen suchte die Stiftung um eine Fristverlängerung bis Mitte April an. „Das haben wir abgelehnt und den Amtstierarzt ersucht, den Tierbestand zu erheben. Aber wir sind bemüht, dass wir die Angelegenheit so moderat wie möglich betreiben“, sagt Stoffner.
Die Tierheimleiterin Zlatka Ferenc kämpft weiterhin eisern um ihre Tiere: „Warum muss ein Tierheim mit vorbildlicher Haltung das Feld räumen? Wir haben erneut einen Antrag auf Umwidmung gestellt“, sagt sie. Einen Notfallplan für den Ernstfall gibt es nicht, „120 Tiere unterzubringen ist nicht einfach“, sagt Ferenc.
Wenn es hart auf hart kommt, dann werde eventuell in einer Amtshaftungsklage gegen die Gemeinde Schadensersatz gefordert. „Wir haben in den vergangenen Jahren eine gute sechsstellige Summe investiert, außerdem gehen Arbeitsplätze verloren“, sagt Ferenc. Seit den Medienberichten über die Schließung des Tierheims ist in Radegund volles Haus. „Wir erhalten unendlich viel Zuspruch. Nonstop kommen Leute vorbei, wollen sich das Tierheim ansehen und mit den Tieren spazieren gehen“, sagt Ferenc.
ich finde es eine Schande für St. Radegund eine solche Kälte gegen Tiere an den Tag zu setzen. Vorab die Betreiber anscheinend zu täuschen und sie investieren zu lassen und danach sie zu vertreiben - echt wiederlich. Die Rechtssicherheit ist liegt hier anscheindend im argen. Mich verwundert es immer wider mit welcher Kälte Politiker ihre Arbeit machen -in welchen sozialen Umfeld leben sie eigentlich. Machtdenken anstatt miteinander ist hier der Grund - einem "richtigen" passt es nicht und alle wandern hiterher - eine sonderbare Herde.
Sie haben völlig recht. Eine SCHANDE - nicht nur für dieses Bauerndorf sondern für den ganzen BEZIRK.
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