Nachdem er sich vor zwei Jahren über die Kurzdistanz in Hamburg Gold erkämpfte, war es für Karl Wimmer diesmal bereits die zweite WM-Medaille. Schon die Qualifikation für diese WM ist eine beinharte Sache. Beispielsweise verfügt jede Nation in der Altersklasse 35-39 Jahre über nur zehn Startplätze. „Bei den deutschen Meisterschaften in Wiesbaden holte ich mir mit der Silbermedaille das WM-Ticket. Dabei verpasste ich nach 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren bei strömendem Regen und 21 Kilometer Laufen, den Titel um 19 Sekunden. In der Frauenklasse holte sich übrigens auch meine Gattin Patrizia das Ticket für Clearwater. Sie belegte Platz sieben bei den Titelkämpfen“, blätterte der sportliche Gastwirt etwas zurück.
Braunauer Duo bei WM
Der Braunauer Arzt Klaus Schmidberger sicherte sich mit seinem Topplatz beim Ironman (Halbdistanz) in St. Pölten erstmals eines der begehrten WM-Tickets. Damit waren heuer zum ersten Mal zwei ATSV Braunau-Triathleten bei diesen Titelkämpfen in Aktion. Karl Wimmer hatte nach 27:18 Minuten das 1,9 km lange Schwimmen in der Pazifik Meeresbay von Clearwater absolviert. „Aufgrund der extremen Meereswellen nach einem Hurrikan hatte man das Schwimmen dorthin verlegt. Ein vollkommen richtiger Entschluss“, wusste das Braunauer Duo zu erzählen. Klaus Schmidberger brauchte rund vier Minuten länger im Wasser. Beim Radfahren gabs trotz vieler Schwierigkeiten bei Überholmanövern – es waren ja über 2000 „Eisenmänner“ auf der Strecke – Platz vier für Karl Wimmer. „Auf der 21 Kilometer Laufdistanz legte ich dann noch einen Zahn zu. Ich konnte mit 1:17:57 Stunden eine neue persönliche Bestzeit fixieren. Diese brachte mir in meiner Altersklasse den sechsten Platz. Unter den Amateuren aller Altersklasse war ich Sechster und in der absoluten Gesamtwertung, also einschließlich der Profis, reichte diese Laufzeit für den 27. Rang. Damit kann ich sehr gut leben. Dass es auch noch zur WM-Silbermedaille gereicht hat, war natürlich die Krönung“, strahlte der zweifache Familienvater mit seiner WM-Medaille um die Wette.
„Meine Zeit von 3:58:55 Stunden hätte im Vorjahr noch locker zum Titel gereicht. Diesmal halt nur zu Silber“, fand der ehrgeizige Sportler dennoch ein Haar in der Suppe.
Nicht weniger kraftvoll agierte Klaus Schmidberger. Er kämpfte sich nach 4:43:22 Stunden ins Ziel und landete damit in der stärksten Altersgruppe auf dem 51 Platz. Auch er ist vollkommen zurecht stolz auf seine tolle Leistung. Die Braunauer Triathlon-Kollegen bereitetem dem WM-Duo einen würdevollen Empfang in der Heimat.
Hartes Training
Rund zwanzig Stunden wöchentlich trainierte das Duo in der Vorbereitungszeit. Natürlich nach dem täglichen Arbeitspensum. „Da waren enorm viele Nachtstunden auf dem Laufband und auf dem Hometrainer dabei. Aber anders bringt man das nicht unter einen Hut. Wenn die Familie und in meinem Fall auch die Eltern nicht mitspielen und für diese sportlichen Aktivitäten Verständnis haben, ist man zum Scheitern verurteilt. Darum hat das private Umfeld auch einen sehr großen Anteil an meinen beiden WM-Medaillen“, weiß Karl Wimmer die Unterstützung seiner Lieben zu schätzen.
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