Berührende Worte fanden die Festredner bei der Enthüllung des Bergmannsdenkmals für die 16 verunglückten Bergmänner in Trimmelkam. Das berichtete die „Neue Warte am Inn“ in ihrer Ausgabe vom 25. Juni 1959. Am 21. Juni vor 50 Jahren veranstaltete der Knappenklub Trimmelkam ein Bergknappentreffen, zu dem Vereine aus ganz Österreich anreisten. Gleichzeitig wurde ein Ehrenmal für die verunglückten Bergleute enthüllt und geweiht.
Bereits um sechs Uhr früh zog die Bergknappenkapelle an dem herrlichen Sommermorgen durch Trimmelkam und die Arbeitersiedlung Riedersbach. Der eigentliche Festakt begann um 10 Uhr. 200 Knappen in ihren schwarzen Bergmannskitteln zogen durch den Ort zum Park, wo das verhüllte Denkmal steht.
Der Direktor der Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft (SAKOG) ergriff das Wort: „Für uns Lebende, die wir eingedenk der Opfer in stiller Trauer hier versammelt sind, erwächst die Verpflichtung, uns ihrer würdig zu erweisen. Sorgen und Schwierigkeiten müssen wir in treuer kameradschaftlicher Zusammenarbeit überwinden. Die Männer, die nicht mehr unter uns weilen, sollen dabei Vorbild und Ansporn sein und so in unserer Gemeinschaft weiterleben.“
Dann rief der Redner die Namen der 16 tödlich Verunglückten auf, während die Schichtglocke anschlug und die Knappenkapelle das Lied vom guten Kameraden spielte. Nach der Weihe durch den katholischen und den evangelischen Pfarrer ging es zum gemütlichen Beisammensein.
Mit Landeshauptmann Heinrich Gleißner konnte die SAKOG in diesen Tagen auch hohen Besuch begrüßen. Der VP-Politiker traf sich in St. Pantaleon mit Vertretern der Bergbau-Industrie, um mögliche Auswege aus der Kohlekrise zu erörtern. Dabei versprach Gleißner die Erstellung eines innovativen Konzepts zur Zukunft der Energieversorgung in Oberösterreich.