Mit den Spenden kann Kindern im indischen Waisenhaus Schulbildung finanziert werden. Bild: privat
Unter dem Motto „Kinder für Kinder“ proben die acht Munderfinger Volksschulklassen seit Dezember, um mit ihren kreativen Werken Spenden für ihre indischen Altersgenossen zu sammeln.
Manfred Windhager vom Urlaubsanbieter „Reisewelt“ hat die Veranstaltung initiiert. „In meinem Beruf komme ich viel herum und habe einen anderen Blick auf die Geschehnisse. Ich will helfen“, erzählt er.
Musical und lustige SketcheDie gesamte Volksschule beschäftigt sich intensiv mit der Problematik und dem anstehenden Projekt. Die Schüler proben und üben seit fast drei Monaten, um das Musical „Anabel“ auf die Bühne zu bringen. „Sie waren sofort begeistert, als ich sie um Mithilfe gebeten habe. Es wurde gleich gesungen und getanzt. Die Besucher dürfen sich auch auf lustige Sketche freuen“, weiht Windhager in das Programm ein.
Eintritt verlangen die kleinen Künstler natürlich nicht. Sie zählen auf viele freiwillige Spender. Der gesamte Reinerlös kommt einem indischen Waisenhaus zu Gute, das das Salzburger Entwicklungsprojekt für österreichisch-indische Freundschaft „cope“ unterstützt. Darin finden derzeit 60 Kinder ein Zuhause. Mit einem Schätzspiel will Windhager die Spendensumme zusätzlich in die Höhe treiben: „Es wird eine tolle Reise nach Mexiko verlost. Jeder kann ein Los kaufen und mitmachen.“ Windhager hofft auf einen gefüllten Turnsaal: „Es haben bis zu 500 Besucher Platz. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt. Wir laden Eltern, Großeltern, Interessenten und Gönner ein.“
Indische PatenschaftVor mehr als einem Jahr hat Windhager über „cope“ zudem die Patenschaft für ein indisches Mädchen übernommen, das dadurch im Waisenhaus leben kann. „Es sind lediglich 25 Euro im Monat, die erwirken, dass Ponitavali dort wohnen kann, einen Schulplatz hat und so auch zu einer Berufsausbildung kommen kann. Sie ist wie unser viertes Kind. Es ist wichtig, dass meine Kinder dieses solidarische Denken von klein auf verstehen“, ist der dreifache Familienvater auf die Arbeit mit den Munderfinger Volksschülern stolz.