Einmal angenommen, Sie haben einen Narren an einem ganz bestimmten Ort gefressen und wollen diesen „besitzen“. Man wird Sie in die Zwangsjacke pferchen wollen oder Sie bestenfalls auslachen, wenn Sie beabsichtigen die Freiheitsstatue, die Chinesische Mauer oder gar das Rieder Gefängnis zu kaufen.
Der Dame seines Herzens einen Stern vom Himmel zu holen – zumindest virtuell – war bis vor ein paar Jahren noch ein ausgefallenes Geschenk. Dem Herzbuben etwa das Wirtshaus zur Bumsn in Schärding zu schenken, könnte nun durchaus zum Verkaufsschlager werden.
Cyberspace macht’s möglichNur leider ist besagtes Objekt nicht mehr zu haben, heißt es auf www.whatsyourplace.de – zumindest nicht mehr um den ursprünglichen Preis. Die Welt des Cyberspace macht es möglich:
Anonym hat bereits ein Internetuser namens „Innviertlerin“ eingekauft. Nicht nur die Bumsn, der ganze Schärdinger Stadtplatz samt Silberzeile, Feichtinger-Metzger, Stadtbeisl und Orangerie gehören der Bieterin. Ebenso ist es mit der Firma Löffler, hatte es bis vor wenigen Wochen noch geheißen, dass ein Verkauf der Fischer-Chashcow nicht in Frage käme, scheint die Welt im worldwideweb ganz anders. Die Burghausner Burg gehört übrigens einem deutschen Unternehmen. Auch das Papsthaus in der Marktl ist schon vergeben. Flecken, die im Innviertel bald vergeben sein könnten: „Mich würde der Baumkronenweg in Kopfing interessieren“, sagt ein Beobachter. „Sicher sind aber auch das Rieder Volksfestgelände oder das KTM-Areal in Mattighofen beliebte Objekte.“
Haus des Schwarms besetzenAnmeldungen sind ab dem Alter von 14 Jahren erlaubt. Damit Kinder nicht ihr Konto leerräumen, um das Haus des Schwarms virtuell zu besetzen, sorgen Zahlungen mit Kreditkarte beziehungsweise Premium SMS. (weid)
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