Das 20. Klosterfest als Abschiedsfest: Bischof Ludwig Schwarz zelebrierte am Sonntag mit den Kapuzinern, die sich im September aus Altersgründen zurückziehen, einen Gottesdienst, dem tausende Menschen beiwohnten.
Die Kirche werde das Kloster nicht verkaufen, so der Bischof. Ob und wie angesichts drückenden Priestermangels nachbesetzt werden kann, ist unklar. Schwarz sprach von einer Welle der Säkularisierung, ein genereller Priestermangel sei schuld an den personellen „Schieflagen“. Ein eigens gegründeter Verein zum Erhalt des Standorts ist erleichtert über die bischöfliche Absage an eine Verwertung der aus Immobiliensicht interessanten Lage. Jetzt werde versucht, Geld aufzutreiben, um das sanierungsbedürftige Kloster zu erhalten.
„Die Diözese bemüht sich um einen Priester. In zwei bis drei Jahren wollen wir wieder einen Orden herbringen. Wir sind guten Mutes“, sagt Vereinsobmann und Landtagsabgeordneter Alfred Frauscher. Es gehe um eine lebendige Kirchengemeinschaft am Kapuzinerberg und um die seelsorgerische Betreuung des Krankenhauses.
Der Rückzug der Kapuziner erfülle mit Wehmut, sei aber aus Altersgründen zu akzeptieren. Die Unterstützung für den Erhalterverein, der sich auf mehr als 3000 Unterschriften stützt, geht über die Stadtgrenzen hinaus. „Ich unterzeichne jetzt sofort eine Mitgliedschaft“, so Tumeltshams Ex-Bürgermeister Martin Baumgartner am Sonntagvormittag. (sedi)
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